Fast 60.000 Mitglieder

Kreissynode des neuen Kirchenkreises Fritzlar-Homberg hat sich konstituiert

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Der neue Kirchenkreisvorstand: von links Pfarrerin Susanne Petig, Pfarrerin Margarethe Deist, Dekanin Sabine Tümmler, Präses Hartmut Paul, Dekan Dr. Helmut Umbach, Ariane Leidheiser, Pfarrer Peter Waterkamp, Horst Blum, Meike Schoeler. Zum neuen Vorstand gehören außerdem Ingrid Gerlach, Claus-Hartwig Otto und Alexander Wilhelm.

Borken. Mit dem Zusammenschluss der beiden Kirchenkreise Fritzlar und Homberg entstand ein neuer Kirchenkreis, der mit derzeit 58.855 Mitgliedern zu den Großen in der Landeskirche zählt.

Das berichtete Sabine Tümmler, geschäftsführende Dekanin, bei der Konstituierung der neuen Kirchenkreis-Synode.

105 von 122 stimmberechtigten Mitgliedern hatten sich im Evangelischen Gemeindezentrum Borken zur Synode, quasi dem Parlament des Kirchenkreises, versammelt. Die Wahl eines neuen Kirchenkreisvorstandes stand auf der Tagesordnung.

Tümmler wies in ihrem Bericht darauf hin, dass im vergangenen Jahr die Zahl der Mitglieder in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck um über 13.000 geschrumpft sei. Dieser Rückgang werde zwar hauptsächlich durch Wegzug oder Sterbefälle veranlasst, die Austritte seien jedoch ebenfalls deutlich gestiegen, und zwar auf 5200 Personen.

Die Dekanin erinnerte an eine Tagung vor zwei Jahren in Hülsa, bei der man sich mit dem Problem der Schrumpfung beschäftigt habe. Unter dem Motto „Zuversichtlich kleiner werden“ wolle man mit dem Mut des Glaubens die Gemeinschaft in der Kirche pflegen. Tümmler ermunterte alle Mitglieder der Kreissynode: „Im Vertrauen zu dem Herrn der Kirche können wir offen für die Zukunft sein und aus der Kraft des Evangeliums Kirche gestalten.“

Dekan Dr. Helmut Umbach, der in Form einer Übergangs-Doppelspitze bis zum Beginn seines Ruhestandes zusammen mit Dekanin Tümmler dem Kirchenkreisvorstand angehört, berichtete der Synode über die seit Ende 1990 bestehende Partnerschaft mit dem indischen Kirchenkreis Shimoga im Südwesten Indiens.

Laut Umbach wurden erste Überlegungen, eine Partnerschaft mit einer Kirche in Übersee anzugehen, bereits 1986 angestellt. Seit Gründung der Partnerschaft waren mehrmals indische Delegationen zu Gast im Kirchenkreis Fritzlar, viermal reisten deutsche Abordnungen nach Indien.

Bei der jüngsten Reise im Jahr 2005 war der Dekan dabei und erinnerte sich, dass man sich bei Besuchen und Gottesdiensten in fast allen 16 Gemeinden des Kirchenkreises Shimoga von dem geistlichen Leben, der Liebe und der Gastfreundschaft überzeugen konnte. Hinzu komme, dass eine kleine Minderheit von Christen eine große Verantwortung in der gesellschaftlichen Entwicklung Indiens übernehme.

Umbach freute sich besonders, dass Pfarrer Paul Shindhe von der Kirche Südindiens Gast der Synode war. Er ist zurzeit im Kirchspiel Obermöllrich-Cappel-Zennern im Einsatz.

Neben Berichten und Wahlen wurde bei der Synode auch gemeinsam gesungen, erzählt, gelacht und diskutiert. Außerdem wurde die neue Homepage des Kirchenkreises vorgestellt.

Unter www.kirchenkreis-fritzlar-homberg.deklickt man sich durch alle Bereiche der kirchlichen Arbeit.

Von Rainer Zirzow

Quelle: HNA

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