Parlament sieht Vorteile für Standort an der Antreffhalle

Kreistag klar für Neubau von Grundschule

Schwalm-Eder. Um den Standort einer gemeinsamen Grundschule für Willingshausen war in den vergangenen Wochen heftig gestritten worden. Der Kreistag war sich bei seiner Sitzung am Montag in Borken hingegen völlig einig:

Für fünf Millionen Euro soll eine neue Schule in der Nähe der Antreffhalle gebaut werden. Der Sanierung der Schule in Wasenberg, die 4,8 Millionen Euro gekostet hätte, erteilte das Kreisparlament eine klare Absage.

Die bisherigen drei Grundschulen mit fünf Standorten sollen zusammengefasst werden. Die Initiative dazu war von den Schulen selbst ausgegangen. Die Eltern seien von Anfang an in die Überlegungen einbezogen gewesen, sagte Landrat Frank-Martin Neupärtl. Eine Untersuchung habe ergeben, dass sowohl eine Sanierung und eine Erweiterung der Schule in Wasenberg als auch ein Neubau an der Antreffhalle möglich wären.

In einer schriftlichen Befragung hätten sich von 272 Eltern 168 für den Neubau ausgesprochen. Dessen Vorteil bestehe darin, dass man tatsächlich moderne Räume erhalte und nicht eventuell böse Überraschungen erlebe wie bei einer Sanierung.

Die jährlichen Energiekosten seien bei einem Neubau um 20.000 Euro geringer, sagte Neupärtl. Ein großer Vorteil sei die Nähe zur Antreffhalle, wo der Sportunterricht für alle Kinder ohne zusätzliche Busfahrten stattfinden könne.

Es geht um die Bildungschancen der Kinder, „nicht um alte Wunden und Eitelkeiten einer Gebietsreform, die 40 Jahre zurück liegt“, sagte der Willinghäuser Stefan Völker (CDU) in einem engagierten Beitrag.

Auch Sprecher von SPD, FWG und Grünen schilderten die Vorteile eines Neubaus, der die Infrastruktur der Gemeinde auf lange Sicht verbessern werde. Die Zweizügigkeit der Schule werde dauerhaft gesichert. Für den Schulsport und Nachmittagsangebote biete die Antreffhalle beste Voraussetzungen.

Von Heinz Rohde

Quelle: HNA

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