Eine altersgerechte Auseinandersetzung mit der Leidensgeschichte Jesu

Kreuzweg aus Kindersicht

Kleine Künstler mit Auferstehungsbild: hinten links Barbara Rummelsberger, hinten rechts Julia Lukas. Fotos:  Büchling

Fritzlar. Mit der biblischen Geschichte des Osterfestes, insbesondere der Kreuzigung Jesu haben sich die Vorschulkinder der katholischen Kindertagesstätte Fritzlar beschäftigt. Der Auslöser war das Buch von Ursula Lohmann: „Der Kreuzweg Jesu, den Kindern erklärt.“

Die Mitarbeiter der Kindertagesstätte hatten sich gefragt: Wie würden unsere Vorschulkinder die Leidensgeschichte Jesu interpretieren?

Kindergartenleiterin Martina Drescher sagte bei ihrer Begrüßung: „Wir wollen in der Fastenzeit die Auferstehungsgeschichte für alle Kindergartenkinder behutsam erleb- und erfahrbar machen“.

Zu dieser intensiven Auseinandersetzung mit diesem Thema gehörten Legearbeiten, Betrachtung der Kreuzweg-Stationen im Altenheim St. Elisabeth sowie Gestaltungsarbeiten.

21 Vorschulkinder

Der Besuch im Altenheim St. Elisabeth, wo Schwester Christophora Jansen von der Abtei St. Hildegard die Kreuzwegstationen aufgezeichnet hatte, hinterließ bei den 21 Vorschulkindern den größten Eindruck. In dreiwöchiger Arbeit beschäftigten sich die Kinder mit den zwölf Kreuzwegstationen. Bei einer Vernissage in der Kindertagesstätte wurden die Bilder einer größeren Zuschauerzahl vorgestellt. Die Kinder enthüllten ihre Bilder und beschrieben jede Station mit ihren eigenen Worten.

Vom Einzug in Jerusalem, über den Garten Gethsemane, die Kreuzigung bis hin zur Auferstehung. Bei Bild 9 der Kreuzigung schrieben die Kinder: „Jesus wird von den Soldaten an das Kreuz genagelt. Die haben ihm doll wehgetan. Jesus hat sich nicht gewehrt.“

Den Besuchern erklärten die Vorschulkinder voller Stolz, an welchem Bild sie mitgearbeitet haben und welche Dinge von ihnen erstellt worden sind. Fenja Hummel (6) erzählte, dass sie das Motiv Maria und die Blumen gebastelt hat. „Mir hat die Arbeit sehr viel Spaß gemacht, und die Kreuze habe alle ich erstellt“ sagte Remo Arendt (6).

Die vielen anerkennenden Kommentare der Besucher waren auch ein kleines Dankeschön an die beiden Mitarbeiterinnen Barbara Rummelsberger und Julia Lukas, die das Projekt geleitet haben. (red)

Quelle: HNA

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