Neuer Bedarfsplan für Niedensteiner Kitas: Weniger Kinder, anderes Profil

Krippe auch in der Arche

Dreimal Kinderbetreuung in Niedenstein: Die ev. Kirchengemeinde (links Kita Arche Noah), die Stadt (Kita Rasselbande, rechts) und der Waldkindergarten bieten Betreuung für Kinder ab einem Jahr bis sechs Jahre sowie Hortplätze für Schulkinder an. Zurzeit sind es zusammen 220 Plätze. Fotos: ula/Archiv

Niedenstein. Die Kinderbetreuung in Niedenstein ist in der Diskussion. Grund sind die immer weiter zurückgehenden Kinderzahlen. Über 90 Prozent der Niedensteiner Kinder ab drei Jahren besuchen einen der beiden großen Kindergärten – und trotzdem sinken die Betreuungszahlen.

„Es werden immer weniger Kinder geboren, aus Jahrgängen mit 60 bis 70 Kindern wurden jetzt 40“, sagt Bürgermeister Karl-Wilhelm Lange.

Noch werden insgesamt 220 Plätze vorgehalten und kosten viel Geld, benötigt werden aber maximal 180. Gemeinsam haben die Stadt und die Kirche deshalb einen Bedarfsplan für das kommende Kindergartenjahr aufgestellt.

Besonders die evangelische Kindertagesstätte Arche Noah ist von dem starken Rückgang der Kinderzahlen betroffen. Dort werden ab August nur noch knapp 60 Kinder erwartet, die betreut werden müssen, drei davon ab einem Jahr.

Um dem Anspruch der Kirchengemeinde Rechnung zu tragen, dass nicht mehr als 20 Kinder in einer Gruppe betreut werden sollen, wird es nach einem Beschluss der Stadtverordneten ab August drei altersübergreifende Gruppen in der Kernzeit von 8.15 bis 12.30 Uhr geben mit jeweils bis zu 20 Plätzen, eine Gruppe bis 15 Uhr. Auch die Einrichtung einer Krippe für Kinder ab einem Jahr ist ab Oktober geplant.

„Es gibt ab 1. August einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab einem Jahr“, erinnert Lange. Deshalb sei es erforderlich, 30 Krippenplätze vorzuhalten. Je eine Gruppe gebe es in der Rasselbande und in der Arche. In der städtischen Kita wird es neben den drei normalen Gruppen und der Krippe auch eine vierte Gruppe geben zusammen mit der Hortgruppe. Im Hort werden nachmittags ab 12.30 Uhr Schulkinder von 6 bis 11 Jahren betreut. Die Rasselbande bietet einen Spätdienst bis 16.30 Uhr an.

„Es werden weitere Veränderungen auf uns zu kommen“, sagt der Bürgermeister. Längere Öffnungszeiten, Hort und Krippe habe man bereits, aber man müsse bei geringerer Auslastung auch über die Kosten sprechen. Eine Erhöhung der Gebühren um zehn Prozent sei im Gespräch.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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