Firma wehrt sich gegen Vorwürfe

Kritik an Hengstenberg wegen Saisonarbeitern

Fritzlar. Menschenunwürdige Unterbringung der Mitarbeiter und schlechte Bezahlung: Die Vorwürfe, die Nachbarn gegen die Firma Hengstenberg in Fritzlar äußern, wiegen schwer. „Diese Vorwüfe sind nicht gerechtfertigt“, sagt Unternehmenssprecherin Katja Behringer.

„Wir können uns die Anschuldigungen aus der Nachbarschaft nicht erklären.“ Es gebe auch keine Schein-Werkverträge.

Die saisonalen Hilfskräfte seien bei der Firma Hengstenberg beschäftigt. Über die Höhe der Bezahlung macht das Unternehmen keine Angaben. „Aus Wettbewerbsgründen“, so Behringer. 60 Tage arbeiten die Helfer, die meist aus Osteuropa stammen, in dem Werk, dann kehren sie in ihre Heimat zurück. Während der Gurken- und Kohlsaison arbeiten in dem Werk bis zu 500 Personen im Schichtbetrieb (84 gehören zur Stammbelegschaft).

Da sich das Produktionswerk in einem Gewerbemischgebiet befinde, seien Auseinandersetzungen mit den Anwohnern nicht immer auszuschließen. „Dennoch bemühen wir uns stetig um ein gutes Miteinander in der Pappelallee“, so Behringer. Und weiter: „Den saisonalen Hilfskräften stehen in fünf Häusern Unterkünfte in zwei bis sechs Personenzimmern mit guter Infrastruktur wie voll ausgestattete Küchen, Waschmaschinen, Trockner und Satelittenfernsehen zur Verfügung.“

Die Unterkünfte seien in einfachem, aber gutem Zustand und würden gut angenommen. Einen Eindruck davon erhielt die HNA während einer von Hengstenberg angebotenen Besichtigung durch eines der Gebäude.

Das Unternehmen sei überzeugt, dass den saisonalen Kräften eine ordentliche Unterkunft angeboten werde. „Die Mitarbeiter kommen gerne wieder“, erklärt Inge Müller, Ansprechpartnerin für die Hilfskräfte. „Sie sind Kollegen, und wir behandeln sie nicht anders“, so der stellvertretende Werksleiter Jörg Süllner.

Quelle: HNA

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