Personalrat wartet seit Februar auf Antwort

Kritik an Verlegung des Jobcenters

+

Schwalm-Eder. Der Personalrat des Jobcenters Schwalm-Eder übte bereits im Februar scharfe Kritik an den Plänen zu einer kompletten Schließung beziehungsweise Verlegung Teile der Außenstelle Melsungen.

Der HNA liegt ein offener Brief vom 8. Februar vor, der an Landrat Frank-Martin Neupärtl, den Vorsitzenden der Trägerversammlung, und Uwe Kemper, Geschäftsführer der zuständigen Agentur für Arbeit Korbach, ging. Bis heute ist keine Antwort oder Erklärung an den Personalrat gegangen, weiß die HNA aus gut informierten Quellen.

Lesen Sie auch

Jobcenter zieht sich aus Melsungen zurück

Der offene Brief kommt in Teilen einem Hilferuf der Belegschaft gleich. So heißt es beispielsweise: „Wir stehen bereits jetzt an der Grenze der Handlungsfähigkeit“. In drei Jahren wurde die Anzahl der Stellen von mehr als 160 auf 127 reduziert. Dieser Personalverlust von 37,5 Stellen – etwa 25 Prozent – sei die Strafe für die außerordentlich gute Arbeit des Centers. Dieses Missverhältnis müsse beseitigt werden, so der Personalrat.

Gute Arbeitsqualität benötige eine entsprechende personelle Quantität. Die Arbeit werde mehr und mehr verdichtet. Im Brief heißt es dazu: „Der Wahnsinn muss ein Ende haben.“ Längere Anfahrtswege und eine hohe psychische Belastung für die Mitarbeiter könnten doch nicht gewollt sein, heißt es weiter. (ddd)

Quelle: HNA

Kommentare