Sozialverband fordert Solidarausgleich für Menschen

VdK kritisiert Reform

Schwalm-Eder. An der jüngst vom Bundestag verabschiedeten Pflegereform gibt es Kritik: Der Vorsitzende des Kreisverbandes des VdK, Klaus Brandt, bezeichnete sie als „enttäuschend und völlig unzureichend“.

Pflege brauche mehr als gute Worte, nämlich Geld. „Die menschenwürdige Versorgung von Pflegebedürftigen darf nicht unter Kostenvorbehalt stehen. Nicht nur die Rettung des Euros ist wichtig“, sagt er weiter. Es sei ein Systembruch in der Pflegeversicherung eingeleitet worden. „Die gute Versorgung der hilfsbedürftigen Menschen in unserer Gesellschaft darf keine geringere Priorität haben“, sagte Brandt.

Die Reform im Überblick: • Private Vorsorge: Für den Fall der Pflegebedürftigkeit sollten die Menschen neben der gesetzlichen Pflegeversicherung künftig auch privat vorsorgen. • Beiträge: 2013 steigt der Beitragssatz in der Pflegeversicherung auf 2,05 Prozent. • Demenzkranke: Demenzkranke, die bislang ohne Pflegestufe sind, können künftig zusätzlich zu den bislang möglichen 100 oder 200 Euro erstmals ein Pflegegeld von 120 Euro bei Betreuung durch Angehörige oder bis zu 225 Euro monatlich für ambulante Pflegedienste bekommen. • Angehörige: Wird eine Kurzzeitpflege in Anspruch genommen, wird während dieser Zeit das Pflegegeld zur Hälfte weitergezahlt.

Für die 1,2 Millionen Demenzkranken und pflegende Angehörige werde sich die Situation durch die Reform nicht wesentlich verbessern, so Brandt weiter. (ddd)

Quelle: HNA

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