Tierreich kurios: Kröte wollte Goldfisch begatten

Fest im Griff: Dieses Foto machte Michael Riefert in seinem Gartenteich. Foto: privat

Spangenberg. Eine Kröte versucht offensichtlich, einen Goldfisch zu begatten – diese merkwürdige Entdeckung hat HNA-Leser Michael Riefert aus Spangenberg gemacht. Der Besitzer eines Gartenteiches beendete das verrückte Liebesspiel schließlich gewaltsam. Seine Frau fürchtete um das Leben des Fisches.

„Wie zu Beginn einer jeden Laichsaison wanderten die ersten Kröten am vergangenen Wochenende zu meinem Gartenteich und begannen mit der Partnersuche und der Balz“, berichtet Riefert. Doch eines der Männchen habe offensichtlich keinen geeigneten Partner gefunden: „Ich glaubte, meinen Augen nicht zu trauen. Zwischen den abgeschnittenen Schilfrohren des heimischen Rohrkolbens hockte eine Kröte mit Kopf aus dem Wasser und umarmte unter sich einen verängstigten Goldfisch.“

Er sei dann näher an das vermeintliche Liebespaar herangetreten, um zu schauen, ob es sich bei dem goldenen Exemplar vielleicht um einen verendeten Goldfisch handelt. „Aber nein, man konnte deutlich sehen, wie er sein Maul öffnete und schloss.“

Als Riefert nach einer Stunde erneut nach Fisch und Kröte sah, hätten sich beide Akteure in unveränderter Position am Uferbereich befunden. Daraufhin habe ihn seine Frau gebeten, den Goldfisch zu retten. Sie befürchtete, dass die Kröte den Fisch erdrosseln würde.

Doch die Rettungsaktion sei alles andere als leicht gewesen: „Dem Wunsch entsprechend, versuchte ich das Pärchen mit der Hand zu ergreifen. Doch dieses Mal flüchtete die Kröte.“ Den Fisch weiterhin mit den Vorderbeinen fest umklammert, schwamm sie zur Mitte des Teiches.

Mit einem Kescher fing der Teichbesitzer das Paar schließlich ein. „Selbst, als ich die Beiden in der Hand hielt, ließ Herr Kröterich nicht locker.“

Es habe schon eines gewissen Kraftaufwandes bedurft, ihn von dem Kiemenatmer zu lösen. Beim Fisch hätten sich tiefe Dellen gezeigt. Doch offensichtlich überlebte das Tier: Am nächsten Morgen sei keine Fischleiche im Teich zu sehen gewesen. „Noch mal alles gut gegangen“, sagt Riefert: „Hoffentlich sucht sich der Triebtäter kein neues Opfer.“ (red/gör)

Quelle: HNA

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