Küche nach Maß für den Kindergarten-Nachwuchs

Probesitzen: Simon, Jeremy, Alexander, Seraphine und Karin (von rechts) freuen sich über ihre neue Kita-Küche.

Wolfhagen. Kochlöffel, Schneebesen und Tortenheber liegen bereit. Die Küche blitzt, blinkt und riecht brandneu. Fünf Jahre hat der Förderverein des Kindergartens „Haus der kleinen Füße“ Spenden gesammelt und Kuchen verkauft, um dem Haus nun eine neue Küche zu übergeben.

Das Vorgängermodell hatte weder Kühlschrank noch Backgelegenheit. „Da gab es nur zwei Herdplatten. Es waren Zustände wie auf dem Campingplatz“, sagt Carmen Ramos, die Leiterin der Kindertagesstätte. Eine der größten Hürden seien die Brandschutzvorschriften gewesen, es musste extra ein Loch für eine Fluchttür in die Wand gehauen werden.

Darum hat sich Michael Joost vom Bauamt für Energie- und Stadtentwicklung gekümmert. Unterm Strich standen rund 6 000 Euro Kosten. Damit seien die Förderer noch günstig weggekommen, sagt Stadtrat Horst Förster. Ohne Förderverein hätte die Stadt das Projekt europaweit ausschreiben müssen, „da hätten die Kosten auch gut und gerne 10 000 Euro betragen können“. Dank des Vereins habe man aber einen heimischen Küchenbauer beauftragt, so entstehe Wertschöpfung in der Region.

Eine Spezialanfertigung

Küchenexperte Karsten Ott hat das neue Stück konzipiert und gebaut. Er ist Spezialist für kindgerechte Küchen, wie Carmen Ramos sagt. Zum Beispiel achtete er darauf, dass stark beanspruchte Teile wie Schrankböden durch Metallleisten geschützt werden und hat an Podeste für die Kinder gedacht. Statt Fliesen ziert die Wand über dem Herd eine mit wasserlöslichem Stift beschreibbare Magnettafel. Das sei nicht nur günstiger, sondern auch praktisch.

Die neue Küche soll vor allem pädagogischen Zwecken dienen. So planen die Erzieherinnen unter anderem, mit den Kindern Knete herzustellen und gesundes Frühstück aus dem eigenen Garten zuzu-bereiten. (rax)

Quelle: HNA

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