Drei Tenöre bewiesen in der Kulturhalle ihr Können – Doch wahrer Glanz kam nicht auf

Kühle italienische Nacht

Ziegenhain. Die „himmlische Nacht der Tenöre“ besuchten am Donnerstagabend rund 80 Liebhaber der Opernmusik.

Mit Georgios Filadelfefs, Ivayolo Iovchev und Orlin Kamenov standen drei Tenöre auf der Bühne der Kulturhalle, die ein Potpourri aus bekannten Opernarien und Canzonen, dem italienische Gegenstück des französischen Chansons, darboten. Das „Recondita armonia“ aus der Oper Tosca von Giacomo Puccini präsentierte Georgios Filadelfefs sehr gefühlvoll. Orlin Kamenov, kurzfristig eingesprungen für den verhinderten Georgi Dinev, zeigte seine stimmlichen Fähigkeiten beim „Mattinata“ von Ruggero Leoncavallo.

Auch das Wiegenlied von Franz Schubert in der italienischen Fassung „Mille cherubini in coro“ fehlte nicht. Die vier Musikerinnen des Kammerensembles aus Plovdiv untermalten die Gesangsstücke zurückgenommen. Bei den Instrumentalstücken wie dem „Ungarischen Tanz Nr. 5“ zeigten Milena Ivanova, Geige, Teodora Tsvetanska, Bratsche, Neli Hazan, Cello, und Valentina Vasileva, Klavier, ihr perfekt aufeinander abgestimmtes Spiel.

Die schwierige Akustik der großen Halle meisterte Ivaylo Iovchev sehr gekonnt bei dem neapolitanischen Lied „Tu ca nun chiagne“.

Da ein Programmheft fehlte, führte Zoya Balkandzhieva mit kurzen Erläuterungen zu den Komponisten und den Entstehungsgeschichten der einzelnen Arien und Lieder durch den Abend, allerdings leider zum Teil nicht gut zu verstehen.

Obwohl die Kulturhalle nicht der optimale Ort für ein solch stimmungsvoll angelegtes Konzert ist, waren die meisten Besucher angetan und belohnten die Musiker mit herzlichem Applaus, auch wenn es womöglich kein wirklich glanzvoller, großer Abend war.

Von Christiane Decker

Quelle: HNA

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