Breite Unterstützung gegen Hephata-Vorstand

Kündigung: Protest mit offenem Brief

Fritzlar. Die Proteste gegen die fristlose Kündigung der früheren Leiterin der sozialpsychiatrischen Wohneinrichtung von Hephata in Fritzlar, Annemarie Fießler, gehen weiter.

Inzwischen wurde ein Offener Brief an den Vorstand und den Aufsichtsrat des Hessischen Diakoniezentrums Hephata in Schwalmstadt verfasst, in dem der Vorstand letztlich gebeten wird, die Entscheidung des Arbeitsgerichts zu akzeptieren. Das hatte die fristlose Kündigung im Juli für unwirksam erklärt, Hephata jedoch Berufung dagegen eingelegt und eine zweite Kündigung ausgesprochen.

Über 30 Menschen aus Fritzlar und dem gesamten Schwalm-Eder-Kreis haben den Offenen Brief unterschrieben und fordern auch den Aufsichtsrat von Hephata auf, alles zu tun, um weiteren Schaden von Hephata und der Mitarbeiterin Annemarie Fießler abzuwenden.

Unterzeichner sind Ärzte und Pädagogen von Ingrid Gromotka bis Barbara List, Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde Fritzlar wie Hilmar Liese und Christian Seyffarth, aber auch politischer Parteien wie Mario Jung (SPD Fritzlar) und Ehrenstadträtin Friedgard Trosse (CDU).

In dem Offenen Brief wird der Fall nochmals geschildert (wir berichteten). Der Leiterin der Sozialpsychiatrie war vorgeworfen worden, „Arbeitszeitbetrug“ begangen zu haben. Es sei dabei um etwa 20 Arbeitsstunden gegangen.

„Diakonie und Kirche wird durch das Verhalten Hephatas ein großer Schaden zugefügt“, heißt es in dem Schreiben weiter, und: „Frau Fießler hat Liebe gegeben und Liebe ausgestrahlt“. Der Brief ist in voller Länge auf der Internetseite von Openpetition zu lesen, zu finden unter der Adresse zu.hna.de/openpetition1.

Dort kann man auch die Petition „Gegen Mobbing - Hilfe für Anne Fießler“ unterstützen. Die Petition steht noch knapp 60 Tage auf der Seite, eine Begründung für das Begehren steht doch ebenfalls.

Die Gruppe, zu der auch der Jurist Erich Gerhold gehört, hat außerdem eine Unterschriftensammlungen gegen die Kündigung und den Umgang mit Annemarie Fießler gestartet.

„Wir werden nicht erlauben, dass Vorstand und Aufsichtsrat von Hephata die Sache aussitzen“, betonte Gerhold gestern. So viel Empörung, wie sie allenthalben deutlich werde im Zusammenhang mit dem Fall Fießler, könne nicht unbeachtet bleiben, schreibt die Gruppe.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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