Im Gilserberger Feld können Langlauffans dank neuem Motorschlitten auf perfekten Loipen fahren

Künzels Gespür für Schnee

Langlauffans und der neue Motorschlitten aus Finnland: Willi Fenner, Lukas Daum, Joachim Trümner, Hans-Werner Künzel, Freddy Wurmbäck, Rainer Naumann und auf Ski Peter Kodlin aus Jesberg .

Gilserberg. Der Geruch von Schnee liegt in der Luft und Hans-Werner Künzel juckt es in den Fingern. So schnell wie möglich möchte er wieder auf die Piste und die Langlaufloipe spuren. Als vor zwei Wochen die ersten dicken Flocken auf das Hochland fielen, rief er kurzentschlossen seine Vereinskollegen im SC Kellerwald an. Ein neues Fahrzeug musste her.

„Wir brauchten schon lange einen neuen Schlitten, der alte ist von 1970. Also haben wir uns zusammengetan und das Geld für ein neues Gerät bei Sponsoren organisiert,“ erzählt Heinrich Lorenz. Die Rad- und Laufgruppe des TSV Gilserberg, der Heimat- Kultur- und Geschichtsverein Gilserberg und die Geschäftsstelle der Sparkasse in Gilserberg spendeten Geld für den Schlitten.

„Der ist den Schnee gewöhnt. Der kommt nämlich aus Finnland.“ schwärmt Künzel. Das gebrauchte Gerät hat der Loipenwart aus Bad Oeynhausen abgeholt und ist nun sein neuer Begleiter.

„Schon im vergangenen Winter gab es so viel Schnee, das hat uns den Antrieb gegeben dieses Jahr wieder eine Loipe zu spuren.“ erzählt Hans-Werner Künzel.

Die Strecke liegt im Gilserberger Feld und hat zwei Einstiege – an der B3 Richtung Winterscheid, der so genannten Pistole, und beim Baustoffhändler Naumann. An beiden Einstiegen gibt es Parkmöglichkeiten. Da die Loipe durch das freie Feld und nicht durch Waldgebiet führt, ist sie auch nicht von Schneebruch betroffen. So lang der Schnee liegt, wird sie regelmäßig gespurt. Die Strecke ist elf Kilometer lang und hat kaum Steigungen oder Gefälle. Damit ist sie auch für Anfänger geeignet. Wer die richtige Lauf-Technik lernen möchte, kann sich an Hans-Werner Künzel wenden. Er gibt Unterricht im Langlaufen.

Peter Kodlin aus Jesberg fährt gern im Gilserberger Feld. Die Schneebedingungen seinen ideal. Und Heinrich Fenner aus Gilserberg fährt nicht nur aus Spaß Ski, er ist darauf angewiesen. Er ist Imker und sein Bienenstand steht im Gilserberger Feld. Täglich muss er nach seinen fleißigen Mitarbeiterinnen schauen und den Schnee von ihrem Stand räumen. „Letzten Winter war es ohne Ski sehr beschwerlich ins Feld zu kommen, also hab ich mir dieses Jahr ein paar gekauft,“ erzählt er. Eigentlich wollte er damit nur zu seinen Bienen kommen, aber der Sport macht ihm Spaß, sodass er auch die Loipe ausprobieren möchte.

Von Eva Trolp

Quelle: HNA

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