Tim Weber aus Schorbach leistet für ein Jahr Freiwilligendienst in Uganda

Kultur Afrikas erkunden

Absolviert in Uganda für ein Jahr einen Entwicklungspolitischen Freiwilligendienst: Tim Weber aus Schorbach. Foto: Göbel

Schorbach. In ferne Länder reisen und fremde Kulturen kennenlernen - davon träumen vermutlich viele junge Menschen. Für Tim Weber aus Schorbach geht dieser Traum jetzt in Erfüllung.

Der 18-Jährige zieht im Rahmen eines Entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes für ein Jahr nach Uganda. Für den jungen Mann aus dem Ottrauer Ortsteil ist das nicht die erste Afrika-Reise. „Im Rahmen einer Schulpartnerschaft war ich vor zwei Jahren für drei Wochen in Tansania, was mein Interesse an der afrikanischen Kultur noch verstärkt hat“, erzählt Weber im Gespräch mit unserer Zeitung. Allerdings seien drei Wochen deutlich zu kurz, um in die fremde Kultur einzutauchen und genauer kennenzulernen. Nachdem er dann dieses Jahr sein Abitur an der Melanchthon-Schule Steinatal absolvierte, stand die Frage im Raum, was nach dem Abi kommt. „Über eine Bekannte habe ich den Kontakt zum Uganda-Team Witzenhausen bekommen“, erinnert sich Weber.

Das Uganda-Team vermittelt Freiwilligendienste in das afrikanische Land. „Wir werden vor Ort von einer Organisation betreut und arbeiten hauptsächlich im schulischen Bereich, organisieren zum Beispiel Musik-, Theater- und Tanz-AG’s und helfen in der Hausaufgabenbetreuung“, erläutert Weber das Programm in Uganda. Auch ein Baumpflanzprojekt ist Teil des Freiwilligendienstes, um auf den Umweltschutz voranzutreiben. Angst vor seinem Aufenthalt in Uganda habe er nicht, sagt Weber. Die politischen Verhältnisse in Uganda seien relativ stabil, zudem würden die Freiwilligen vor Ort betreut.

Ein unschönes Thema mit dem sich Weber in Uganda aber konfrontiert sieht, sei die Gewalt gegen Kinder. „Kinder zu schlagen ist zwar gesetzlich verboten. Allerdings halten sich Lehrer nicht immer daran. Das war auch in Tansania so“, erzählt der 18-Jährige.

Dennoch glaubt er trotz dieser kulturellen Hürden viel Positives aus dem Jahr mitzunehmen. „Gerade in Uganda sind die Menschen Deutschen gegenüber sehr offen, deshalb freue ich mich sehr auf den Austausch.“

• In einem Onlineblog unter www.weltwaertsmachtschule.wordpress.com wird Tim Weber aus Uganda von seinen Erfahrungen vor Ort berichten.

Von Daniel Göbel

Quelle: HNA

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