In Wabern gibt es eine Woche mit Musik, Lesung, Filmen und Kabarett

Sie planen die Kulturwoche: vorne von links Trudi Michelsen, Alexandra Vogt-Schulz, hinten von links Franz Drescher, Manfred Uchtmann, Andreas Köthe und Claus Steinmetz. Foto: Dellit

Wabern. Etwas Phantomschmerzen haben sie in Wabern immer noch, seit es das große Kleinkunstspektakel Harlekinade nicht mehr gibt. Doch nun soll es wieder ein größeres kulturelles Ereignis in Wabern geben, eine Kulturwoche genauer gesagt.

Hinter der Idee stehen der Geschichts- und Kulturkreis um Manfred Uchtmann, der Waberner Büroleiter Claus Steinmetz und der Musiker Andreas Köthe. Partner haben sie in der Volkshochschule, dem Frauenbüro und dem Frauennetzwerk gefunden, die sich mit einer Lesung am Programm beteiligen, für die ohnehin ein Veranstaltungsort gesucht wurde.  

Für die Kulturwoche, die vom 1. bis 9. November läuft, kamen ein paar glückliche Umstände zusammen. Zum einen war das Bahnhofsgebäude, das die Gemeinde Wabern gekauft hatte, umgebaut und für Veranstaltungen eingerichtet worden. Zum anderen hatte der ehemalige Geschichtskreis Wabern seinen Namen und sein Betätigungsfeld um die Kultur erweitert. Und dann war Andreas Köthe vor einigen Jahren nach Wabern gezogen. Er ist Musiker, Künstler und schreibt als Kulturkritiker für die HNA. So hat er viele Kontakt in die nordhessische Kulturszene, die er jetzt nutzte.

Und auch die Seniorenbeauftragte der Gemeinde, Alexandra Vogt-Schulze, ist beteiligt, sie hat einen Filmtag auf die Beine gestellt, mit „Pretty Woman“ für die Erwachsenen und „Free Willy“ für die Kinder.

Zur Eröffnung am Samstag, 1. November, sind Ewa Parna und Mikado Sphinx, Andreas Köthes Band, zu hören. Es gibt Chansons, Polka-Pop und Dichtung. (19.30 Uhr, Eintritt: acht Euro)

Am Mittwoch, 5. November, tritt das Melsunger Original Justus Riemenschneider (Bernd Köhler) mit dem Schwarzenburg-Ensemble auf. (19.30 Uhr, zwölf Euro).

Der Bahnhof wird am Donnerstag, 6. November, zum Gesamtkunstwerk. Ein Lichtdesigner lässt das Gebäude anstrahlen, im Inneren werden per Beamer Bahnhof- und Zugmotive als Animation gezeigt. Dazu spielt Andreas Köthe Klanginstallationen. Es werden Cocktails serviert. (19.30 Uhr, Eintritt frei.

Die bekannte Publizistin Bascha Mika ist am Freitag, 7. November, zu Gast im Bahnhof. Sie ist Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau und war früher in selber Funktion bei der taz in Berlin. Sie stellt ihr Buch „Mutprobe“ vor, das den Untertitel „Frauen und das höllische Spiel mit dem Älter werden“ trägt. Veranstalter sind unter anderem Volkshochschule und Kreisfrauenbüro (17 Uhr, fünf Euro).

Martin Lüker zeigt am Samstag, 8. November, sein Heinz-Erhardt-Programm „Danke, Heinz!“ (19.30 Uhr, 15 Euro).

Zum Abschluss zeigte Olaf Carls am Sonntag, 9. November, zwei Filme im Bahnhof, Zunächst „Free Willy“ für Kinder und Jugendliche (14 Uhr), und dann „Pretty Woman“ (17 Uhr). Der Eintritt kostet jeweils einen Euro.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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