Museum Kloster Hasungen nach dreijährigen Bauzeit eingeweiht

Andrang am Wochenende: Nach der offiziellen Eröffnung des Burghasunger Klostermuseum in der Kirche wurden die Museumsräume erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Fotos: zih

Burghasungen. „Das neue Museum Kloster Hasungen ist ein geschichtlich-kultureller Leuchtturm, der sehr weit über unsere Region hinaus strahlen wird.“ Das sagte Zierenbergs Bürgermeister Stefan Denn beim Festakt anlässlich der offiziellen Eröffnung.

„Mit dem neuen Museum Kloster Hasungen wurde in einer beispielhaften Gemeinschaftsaktion der Ämter sowie vor allem den ehrenamtlichen Mitgliedern des Burghasunger Museumsvereins und des örtlichen Arbeitskreises Dorferneuerung nicht nur etwas Einzigartiges in der Region auf den Weg gebracht, sondern heute können alle Beteiligen stolz sagen: Wir haben es geschafft.“ Dieses Fazit von Zierenbergs Bürgermeister Stefan Denn beim Festakt anlässlich der offiziellen Eröffnung des neuen Museums zog sich wie ein roter Faden durch alle Grußworte der Ehrengäste. Beginnend von der Vize-Landrätin Susanne Selbert, über Pfarrerin Monika Vöcking, Ortsvorsteher Karl Schäfer, Rudolph Möse, Vorsitzender der Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Wolfhagen, bis hin zum Geistlichen Rat Ulrich Trzeciok als Vertreter des Katholischen Pfarrverbandes Sankt Heimerad Wolfhager Land.

Einzug der Mönche: Zur Museumseröffnung hatten die Sänger des Gemischten Chores gregorianische Gesänge eingeübt.

Das Museum im sakral-futuristischen Stil eines Kirchenschiffs wurde in drei Jahren für rund 450 000 Euro gebaut. Im Mittelpunkt der in der Bergkirche stattfindenden Eröffnungsfeier stand aber der Festvortrag des Archäologen Dr. Thilo F. Warneke (Ahnatal). Er ließ das wechselvolle Leben des von der Bevölkerung als Heiligen verehrten Mönchs Heimerad Revue passieren. Auch ging es um die damit eng verknüpfte Geschichte des Hasunger Klosters von der Entstehung bis zur Auflösung.

Heimerad wurde um 970 im schwäbischen Meßkirchen geboren und starb am 28. Juni 1019 auf dem Hasunger Berg, wo er auch begraben wurde. Warnekes geschichtliche Zeitreise beinhaltete jedoch nicht nur Fakten und Zahlen, vielmehr bekamen die Besucher auch bildlich die damaligen historischen Ereignisse um Heimerad und das Kloster zu sehen. Dazu hatte die Kasseler Märchenerzählerin, Unterhaltungskünstlerin und Moderatorin Andrea Ortolano mit Burghasunger Bürgern in historischen Kostümen kleine Theaterszenen einstudiert.

Gregorianische Gesänge

Musikalisch mitgestaltet wurde die Einweihungsfeier von der Naumburger Flötengruppe Musikschule Wolfhager Land unter Leitung von Cordula Haake sowie von Männern des örtlichen Gemischten Chores in Mönchskutten mit gregorianischen Gesängen. Und danach öffneten sich für das Publikum endlich die Türen des neuen Museums Kloster Hasungen für das Publikum. Gleichzeitig wurde auch der neue Eco-Pfad Kloster Hasungen eingeweiht.

Ecopfad eröffnet

Der Pfad mit sieben Stationen ist knapp drei Kilometer lang. Er startet am Museum und bietet nicht nur interessante historische Rückblicke sondern auch einen grandiosen Ausblick vom 500 Meter hohen Berg.

Ab sofort bieten die Mitglieder des Museumsvereins auch Führungen im Museum und entlang des Eco Pfades an.

(zih)

Quelle: HNA

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