Afrikanische Kunst-Ausstellung Shona-Art ab Samstag vor Schloss Garvensburg

Kultur in Stein gemeißelt

Keine leichte Arbeit: Der Serpentinstein, aus dem die Shona-Art gefertigt wird, ist ein vulkanisches Gestein. Werke von afrikanischen Künstlern werden ab Samstag und bis zum 30. September, im Garten der Garvensburg zu sehen sein. Foto: 1 Dellit/3 nh

Züschen. Kultur in Stein: Die Kunst-Ausstellung Shona-Art mit afrikanischen Steinskulpturen eröffnet am Samstag, 2. Juni, um 11 Uhr, im Schlosspark der Garvensburg in Züschen.

Die hochwertigen Steinskulpturen aus dem südafrikanischen Zimbabwe gehören zu den Besonderheiten der internationalen Steinbildhauerszene und werden ausschließlich in Handarbeit gefertigt. „Shona“ bezeichnet die Kunst der Steinskulpturen, die seit Generationen die Kultur des Staates Zimbabwe prägen.

„Kunst muss wie die Liebe Tiefe haben.“

Afrikanisches Sprichwort

Höhepunkt in diesem Jahr: Kunstwerke des international bekannten Bildhauers Bernard Matemera aus der Privatsammlung Kübe (Heidelberg), werden im Skulpturenpark von Schloss Garvensburg einen eigenen Raum einnehmen.

Der Galerist Bastian Müller von Shona-Art aus dem westfälischen Witten – ein großer Förderer und Kenner der Shona-Kunst – präsentiert die Ausstellung im Garvensburger Schlosspark. Die ausgestellten Exponate stammen zum großen Teil aus der Künstlerkolonie Tengenenge, aus dem Herzen Zimbabwes.

Bis zum 30. September verwandelt sich der Garvensburger Schlosspark wieder in einen Skulpturenpark, der täglich von Interessierten besucht werden kann. Der Eintritt ist frei.

Skulpturen selbstgemacht

Für Kunstinteressierte werden zu verschiedenen Terminen Workshops angeboten, in denen die Teilnehmer unter professioneller Anleitung des Künstlers Nimrod Phiri ihre eigenen Steinskulpturen in Handarbeit kreieren.

Shona ist die Bezeichnung für die größte Bevölkerungsgruppe in Zimbabwe und bezeichnet die Kunst der Steinskulpturen, die seit Generationen die Kultur des Landes prägen.

Shona-Skulpturen lassen sich in kein Schema westlicher Kunst einordnen, es ist eine individuelle Ausdrucksform, die afrikanische Mythen und Legenden mit modernen Weltanschauungen verbindet. So begeistert die Vielfalt .dieser zeitgenössischen Werke in ihrer universellen Formensprache ein breites Publikum und genießt in Bildhauerei internationales Ansehen.

Als 1988 mit Henry Moore in England einer der wohl erfolgreichsten Bildhauer der Welt verstarb und in der britischen Presse die Frage nach dessen Nachfolger gestellt wurde, fielen drei Namen: Joseph Ndandarika, Sylvester Mubayi und Nicholas Mukomberanwa. Eine klare Aussage zum Stellenwert der Shona-Kunst, sind doch alle drei zimbabwische Bildhauer. (may)

www.shona-art.com

Quelle: HNA

Kommentare