Gebäude in der Flehmengasse wird immer mehr zum interessanten Veranstaltungsort

Kulturscheune rüstet auf

Gemeinsam geht’s besser: Das Dach für die Bühne wird hochgezogen. Am 31. August und 1. September ist die nächste Veranstaltung vor der Scheune, eine maritime Revue.

Fritzlar. Die kleine Laterne mit Bierreklame an der Außenwand der alten Zehntscheune in der Flehmengasse erinnert noch an die frühere Nutzung: Ein Getränkehandel hatte hier sein Lager.

Doch seit geraumer Zeit entwickelt sich das massive Gebäude, das in Teilen aus dem 14. Jahrhundert stammt, immer mehr zu einem interessanten Veranstaltungsort. Die Mitglieder des Vereins Kulturscheune sind dabei, auch den Innenraum der Scheune für künftige Aufführungen, Ausstellungen und ähnliches fit zu machen.

Ein Sichtschutz

Neuestes Kleinod: der Zaun auf der Bruchsteinmauer. Er dient als Sichtschutz zu den Nachbargrundstücken Richtung Süden. Schreiner Günter O. Musfeld von der Holzmanufaktur in Fuldabrück-Bergs-hausen schuf die attraktive Holzwand, die die bekannte Silhouette von Fritzlar zeigt, mit Grauen Turm, Dom und Minoritenkirche. „Das Lärchenholz ist witterungsbeständig und bekommt im Laufe der Zeit eine graue Patina“, sagt der Schreiner. Inzwischen sei der Zaun schon zur Attraktion geworden, erzählt Rolf Platte, Chef des Vereins und Eigentümer der Zehntscheune.

Nächstes Projekt ist der Bau einer Außentreppe, die Baugenehmigung dafür liegt endlich vor. Die Treppe ist erforderlich als Notausgang für den 1. Stock und führt von einer Fensteröffnung auf der rechten Seiten in einem Bogen auf den Hof. Die Metallkonstruktion entsteht in Zusammenarbeit mit Schülern der Fachoberschule und der Firma Anders Metallbau in Fritzlar.

Noch im Hof findet die nächste Veranstaltung statt: „Von der Waterkant zum Ederstrand“ heißt das Motto der maritimen Revue, an der über 60 Akteure teilnehmen sollen.

Begrenzte Kapazität

Dabei sein wird alles, was mit Meer, Fisch, Wasser, Hafen und Booten zu tun hat. Gespielt wird sie am 31. August und 1. September, jeweils ab 19 Uhr. Die Sitzkapazität ist auf 150 Plätze begrenzt.

Tickets zum Preis von 12 Euro gibt es erst ab Montag, 20. August, in der Tourist-Info in Fritzlar, Tel. 05622/988643. Auch Reservierungen für die beiden Abende sind erst ab 20. August möglich.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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