Kultursommer Nordhessen: A-capella-Ensemble sang in Gilsa

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Sängerinnen und Schwestern: Zala und Mijam Strmole begeisterten das Publikum mit ihren glockenklaren Stimmen.

Gilsa. Einen Hochgenuss der gesanglichen Kunst erlebten die Zuschauer des A-capella-Ensembles Ingenium am Freitagabend in Gilsa. Beim Kultursommer Nordhessen waren sechs Sänger aus dem slowenischen Lubljana zu Gast.

Ihr Repertoire enthält geistliche Musik und volkstümliche Klänge aus den vergangenen fünf Jahrhunderten, die meisten davon stammen aus dem Heimatland des Ensembles. Aber auch Auszüge aus Jazz- und Popmusik hatten die jungen Musiker im Programm und begeisterten damit das Publikum in der Patronatskirche.

Stimmen harmonierten

Über glockenklare Stimmen verfügen die sechs Sängerinnen und Sänger. Damit präsentierten sie im ersten Teil ihres Konzertes besinnliche Kirchenmusik überwiegend bekannter Komponisten wie Heinrich Schütz, Jacobus Gallus und Claudio Monteverdi. Das harmonische Zusammenspiel der Frauen- und Männerstimmen erfüllte den Kirchenraum bis in die kleinsten Winkel und sorgte für Gänsehaut beim Publikum. In der zweiten Hälfte des Konzertes standen weltliche Melodien und Texte im Mittelpunkt. Das Sextett eröffnete diesen Abschnitt mit mehreren slowenischen Volksweisen über unaufmerksame Schäfer, verschmähte Liebhaber und tapfere Soldaten. Mit kurzen Erklärungen in englischer Sprache zu den Komponisten und den Inhalten der Stücke, leiteten die Sänger die Zuhörer durch das Programm.

Das Publikum amüsierte sich unter anderem über die Ankündigung eines schwäbischen Volksliedes mit dem Titel „Rosenstock, Holderblüh“, von dem die Musiker sagten, sie selbst hätten davon kein Wort verstanden. Denselben Effekt hatten auch die kleinen choreografischen Einwürfe der Künstler während ihres Vortrags. Romantisch wurde es unter anderem mit den Stücken „In einem tiefen Grunde“ und „Time to say goodbye“, sowie mit einigen Stücken aus unterschiedlichen Teilen der Welt, die alle samt das Flirten zum Inhalt hatten.

Viel Spaß hatten sowohl die vier Sänger der Gruppe als auch das Publikum bei dem 60er Jahre Hit „Hello Mary Lou“, bei dem laut geklatscht wurde. Lauten Applaus gab es auch am Ende des Konzertes gepaart mit begeistertem Jubel für die sechs jungen Musiker aus Slowenien.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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