Bürgermeister beantwortet Anfrage des BWB

Kulturzelt mit Hilfe städtischer Arbeiter

Wolfhagen. Um die Vorlage einer Vollkostenabrechnung zur Bilanz des Kulturzeltes 2012 hatte das Bündnis Wolfhager Bürger (BWB) Bürgermeister Reinhard Schaake gebeten. „Eine haushaltsmäßige Beurteilung der Bilanz“ sei für die Stadtverordneten erst dann möglich, wenn alle Bestandteile der Einnahmen- und Ausgabenseite darin enthalten seien, unter anderem auch die Ansätze für Leistungen städtischer Bediensteter.

Während der Stadtverordnetensitzung beantwortete Schaake die Anfrage des BWB. Zunächst erklärte er dem Bündnis, dass der Träger des Kulturzeltes der Kulturzeltverein ist. Deswegen könne die Stadt die gewünschte Vollkostenrechnung nicht vorlegen.

„Ohne eine professionelle Unterstützung durch Mitarbeiter der Stadt Wolfhagen ist jedoch ein Festival dieser Größenordnung, das sich bekanntlich mittlerweile zu einem nennenswerten Wirtschaftsfaktor für die Region entwickelt hat, nicht erfolgreich zu leisten.“

Reinhard Schaake

Dem Magistrat der Stadt sei vereinbarungsgemäß lediglich die Einnahme- und Ausgaberechnung des Vereins vorgestellt worden. Wie man bereits in der HNA habe lesen können, standen Einnahmen in Höhe von 269 600 Euro Ausgaben in Höhe von 271 800 Euro gegenüber. Das Defizit in Höhe 2200 Euro habe der Kulturzeltverein durch Einnahmen aus anderen Aktivitäten ausgeglichen.

Technischer Außendienst

Die ehrenamtlichen Kulturzeltmacher seien „selbstverständlich“ auch während des Festivals 2012 durch Beschäftigte der Stadt unterstützt worden.

Der Technische Außendienst der Stadt habe in diesem Jahr 242,75 Stunden geleistet, was bei einem durchschnittlichen Stundenverrechnungssatz von 22,80 Euro einem Gesamtvolumen von 5535 Euro entspreche. Darüber hinaus entfallen etwa 20 Prozent der Arbeitszeit zweier städtischer Kulturmitarbeiter – eine Vollzeit- und eine Halbzeitstelle – auf die organisatorische Unterstützung des Kulturzeltes. Dies entspreche einem Wert von 12 900 Euro.

Ehrenamtliches Engagement

Durch die Mitglieder des Kulturzeltvereins seien im gleichen Zeitraum etwa 5100 Stunden ehrenamtlich geleistet worden. Schaakes Fazit: „Ohne eine professionelle Unterstützung durch Mitarbeiter der Stadt Wolfhagen ist jedoch ein Festival dieser Größenordnung, das sich bekanntlich mittlerweile zu einem nennenswerten Wirtschaftsfaktor für die Region entwickelt hat, nicht erfolgreich zu leisten.“

Quelle: HNA

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