Kulturzelt startet Freitagabend - Veranstalter freuen sich über Besucherrekord

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24 Stunden vor Saisonauftakt ständig am Telefon und trotzdem entspannt: Manuela Matthaei im Spiegelzelt, in dem heute Abend Herbert Knebel das 20. Wolfhager Kulturzeltfestival eröffnet.

Wolfhagen. Hätte sie in den letzten Tagen einen Kilometerzähler bei sich gehabt, wäre der längst explodiert, da ist sich Manuela Matthaei sicher. Gemeinsam mit ihren Kollegen vom Kulturzeltverein wirbelt sie auch 24 Stunden vor Festivalstart noch zwischen den zwei rund 300 Meter voneinander entfernten Veranstaltungszelten umher, um zum heutigen Auftakt des 20. Wolfhager Kulturzeltes alles perfekt zu wissen.

Trotz endlos langer Aufgaben-Listen wirkt sie entspannt, auch wenn ihr wie den übrigen Kulturzeltmachern in der prallen Sommersonne manch Schweißperle über die Stirn rollt. „So super Wetter hatten wir selten“, sagt sie, während ihr Telefon ohne Pause klingelt. Das Wetter ist diesmal für das Team allerdings nicht der einzige Grund zur Freude, denn schon vor Saisonauftakt ist klar, dass 2014 das erfolgreichste aller Kulturzeltjahre sein wird. Der Besucherrekord von 2011 mit 8 200 Fans ist dank des guten Vorverkaufs längst geknackt, nach den miesen Zahlen aus dem Vorjahr eine große Erleichterung.

Die ist überall zu spüren, ob im langsam entstehenden Biergarten, dem gerade aufgebauten Palastzelt oder den drei VIP-Bereichen, die diesmal unter dem Motto 1001 Nacht dekoriert sind. Städtische Gärtner stutzen Büsche, Mitarbeiter des Zeltbauers befestigen die Außenwände des Palastzeltes, und Simon Pietsch vom Kulturzeltverein balanciert in den Baumkronen, um Scheinwerfer anzubringen, die während der nächsten Tage die Biergärten in ein gemütliches Licht tauchen werden.

Auf Weg zu gutem Ergebnis

Gemütlich wird es auch für die Künstler. Der Backstage-Bereich des Spiegelzeltes ist fertig, der des Palastzeltes noch nicht ganz. „Es haben sich noch nicht alle Künstler geäußert, was sie in ihren Garderoben vorfinden wollen“, sagt Manuela Matthaei, die sich dank der umfangreichen Wünsche von Superstar Nena dennoch bestens vorbereitet sieht. „Nena hat mit ihren Wünsche alles Bisherige getoppt, aber das ist nicht schlimm, wir freuen uns sehr auf sie und werden alles tun, damit sie sich wohlfühlt.“ Dass die „99-Luftballons“-Sängerin innerhalb der Branche als schwierig gilt, bereitet Matthaei keine schlaflosen Nächte. „Ein wenig Respekt habe ich zwar, sehe dem Tag aber gelassen entgegen, bislang haben wir uns mit jedem Künstler super verstanden.“ Ihr Mondwasser soll Nena bekommen, das vom Cateringteam gerade besorgt wird, während Kulturzelt-Chef Wolfgang Frey Werbebanner der Sponsoren auseinanderwickelt, um sie an den 220 Metern Bauzäunen zu befestigen, die das Festivalgelände abgrenzen. „Ohne unsere Werbepartner wäre eine solche Veranstaltung nicht möglich“, sagt er und verweist auf die 400 000 Euro Gesamtkosten, die das diesjährige Kulturzeltfestival verschlingt. Eine Summe, die Kritiker des Festivals aufhorchen lässt. Doch Frey beruhigt: „Wir sind auf dem besten Weg, mit einem guten Ergebnis abzuschließen.“

Von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

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