Automarkt schwächelt – Händler: Keine Veränderung

Kunden kommen schneller an Neuwagen

Wolfhager Land. Die Lieferzeiten für Neuwagen gehen zurück, heißt es in einer Studie des Instituts Car (Center Automotive Research) der Universität Duisburg-Essen. Das sei ein „deutliches Krisenzeichen“, kommentiert Institutsleiter Prof. Ferdinand Dudenhöffer die Studie.

Nach den Berechnungen des Instituts warteten Kunden im Monat November durchschnittlich 3,3 Monate auf ihr Auto. Im Oktober seien es noch 3,6 Monate gewesen. Der Trend sei alarmierend. „Zu den sinkenden Lieferzeiten gesellen sich steigende Zahlen von Rabattaktionen“, so Dudenhöfer. Beides seien Indikatoren für eine deutliche Nachfrageschwäche.

Klaus Fröhlich, Chef des Suzuki-Autohauses in Dörnberg und Vorsitzender des SuzukiHändlerverbandes: „Ich bezweifle, dass die Studie auf fundierten Grundlagen beruht.“ Er könne diesen Trend nicht bestätigen. Auch seien die Wintermonate keine geeignete Zeit für derartige Untersuchungen. „Da verkürzen sich die Lieferzeiten immer, weil die Nachfrage geringer ist als im Frühjahr.“

„Bei einzelnen Varianten haben wir nach wie vor sehr lange Lieferzeiten“, sagt Uwe Lubitz, Skoda-Verkaufsleiter des Autohaus Ostmann in Wolfhagen. „Bisher spüren wir keine Veränderung.“

Bei VW liege man weiterhin bei normalen Lieferzeiten von acht bis 12 Wochen, sagte Volkswagen-Unternehmenssprecherin Christina Peternek. „Die Auftragslage ist nach wie vor hoch.“

„Bei uns hat sich nichts verändert“, sagt Franziska Fuchs, Geschäftsführerin des Ford- und Opel-Autohauses Güde in Wolfhagen. Auch Renault-Händler Michael Möller aus Naumburg könne verkürzte Lieferzeiten nicht bestätigen. „Anfang des Jahres hatten wir lange Lieferzeiten wegen des Reaktorunfalls in Japan“, so Möller. „Bis zu einem halben Jahr mussten Kunden warten.“ Inzwischen seien die Lieferzeiten wieder auf ein Normalmaß reduziert. Zum Tage

Von Claudia Hempel

Quelle: HNA

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