Autofahrer und Geschäftsleute vermissen die zurück gebauten Stellplätze

Die Kunden parken jetzt wild

Um diese Stelle geht‘s: Am Beginn der Fußgängerzone werden Fahrzeuge geparkt, obwohl es keine Stellplätze mehr gibt. Im Bild Daniel Karwacki (links) und Manfred Menzel. Foto: Quehl

Neukirchen. Die beiden Parkplätze am Kopf der Neukirchener Fußgängerzone gibt es seit einigen Monaten offiziell nicht mehr. Statt dessen platzieren viele Fahrer, die eine rasche Erledigung in einem der umliegenden Geschäfte haben, ihre Autos eben kreuz und quer vor den Absperrungen.

Nicht nur wegen dieses wilden Parkens wünschen sich die anliegenden Geschäftsleute die beiden Kurzzeitparkplätze zurück. Auf Anfrage unserer Zeitung sagte Daniel Karwacki weiter, kurze Anfahrten seien für die Kunden enorm wichtig.

Rückbau im Frühjahr

Überdies habe der Rückbau dieses Frühjahr unnötig Geld gekostet, sagte Karwacki, „ein Schildbürgerstreich“. Niemand im Bereich der Fußgängerzone habe zwischenzeitlich mehr Einwände gegen die Kurzparker.

Recht gibt ihm sein Kollege Manfred Menzel, der seinen Laden gegenüber hat. Menzel stellt als einstiger Verfechter sogar die Fußgängerzone an sich in Frage. Zu Kurbetriebszeiten sei sie sinnvoll gewesen, heute sei die Situation nun mal eine ganz andere.

Dem jüngsten Antrag des Marketingvereins Pro Neukirchen, dessen Vorsitzender Karwacki ist, hat der Magistrat aber nicht entsprochen. Die zurückgebauten Parkplätze werden nicht wieder eingerichtet, war im Rathaus zu erfahren.

Bürgermeister Klemens Olbrich ist dafür, den Beschluss des Magistrats hinzunehmen und verweist auf die inzwischen „insgesamt relativ günstige“ Parkplatz-Situation nach der Rewe-Wiedereröffnung. Auch werde das angekaufte Grundstück Papst/Unger in der Urbachstraße noch mit mindestens 20 Stellplätzen ausgebaut, sagte der Bürgermeister im Gespräch mit unserer Zeitung. (aqu)

Quelle: HNA

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