Kunst mit Bezug zu Wabern: Holzbildhauer gestalten Skulpturen

Besuch in der Holzschnitzerschule: von links Lehrerin Petra Schwenzfeier, Manfred Uchtmann, Heinrich Gröger und Schulleiter Norbert Däuber. Foto: Mangold

Wabern. Eine Zuckerrübe, die wie eine Frau aussieht, ein Mädchen auf einem Bücherstapel, eine Szene bei der Reiherjagd: Ungewöhnliche Kunstobjekte werden die Gemeinde Wabern schmücken

Im Vorfeld der 1200-Jahrfeier im Jahr 2017 entsteht in den nächsten zwei Jahren in und um Wabern ein Kunst- und Erinnerungspfad, der mit lokalen Ereignissen verbunden ist.

Als Fixpunkte für diesen Pfad dienen 13 Skulpturen aus Holz, die im April bei einem Holzbildhauer-Symposium in Wabern entstehen werden. Der Geschichts- und Kulturkreis, von dem die Initiative ausging, hat inzwischen alles in trockenen Tüchern und gut vorbereitet.

„Wir möchten, dass Wabern schöner wird und auch zeigen, dass sich hier kulturell etwas tut“, sagt Bettina Mangold, die im Verein aktiv mitwirkt. Bei den ersten Überlegungen, zum Ortsjubiläum eine Skulptur anfertigen zu lassen, wurde klar: Das kostet viel Geld. „Wir haben nach Alternativen gesucht“, erzählt Vereinsvorsitzender Manfred Uchtmann. Dabei stießen die Waberner auf den Künstler Ernst Groß aus Frielendorf-Großropperhausen, der die Idee hatte: „Wenden Sie sich doch mal an die Fachschule für Holzschnitzer in Berchtesgaden!“ Dort besucht der Sohn von Groß die Abschlussklasse.

Mit einer Delegation besuchten die Waberner die Schule, um sich zu überzeugen, dass die Abschluss-Klasse in der Lage wäre, entsprechende Skulpturen mit lokalem Bezug anzufertigen. Das Ergebnis: 13 Schüler und zwei Lehrer werden vom 9. bis 18. April in Wabern zwei Meter lange Eichenstämme bearbeiten und nach ihren Vorentwürfen zu Kunstwerken gestalten.

Die Entwürfe waren zuvor im Verein vorgestellt und diskutiert worden. Sie sollen später an den entsprechend passenden Stellen im Ort aufgestellt werden, zwei auch in Harle und Uttershausen.

Untergebracht werden die Holzschnitz-Schüler in Waberner Gastfamilien. Die Aktion sei ohnehin nur dank großer Unterstützung von vielen Wabernern möglich geworden, betont Uchtmann. Es seien zahlreiche Spenden eingegangen. Die Baumstämme stellt die Gemeinde kostenlos zur Verfügung, schließlich werden ihr die fertigen Skulpturen später auch gehören.

Der Erinnerungspfad wird später aus EU-Mitteln des Leader-Programms mitfinanziert, denn dafür sind weitere Ausgaben für Schilder, etc. nötig. „Wir hoffen jetzt während des Symposiums auf gutes Wetter“, sagen Uchtmann und Mangold. Die Stimmung ist jetzt schon bestens.

 

• Wer die Aktion unterstützen möchte, hier das Spendenkonto: Geschichts- und Kulturkreis Wabern, IBAN: DE09520521540162002604, BIC: HELADEF1MEG, Stichwort: Spende Skulpturen.

Quelle: HNA

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