Kunst kommt zurück in die Schwalm - Stavo stimmt Vergleich zu

Kunststreit: Es geht auch um dieses Gemälde

Schwalmstadt/Alsfeld. Der Streit zwischen Jürgen Wollmann und der Stadt Alsfeld scheint beendet zu sein: In ihrer jüngsten Sitzung stimmten die Alsfelder Stadtverordneten einem vom Gericht vorgeschlagenen Vergleich mit dem Treysaer Kunsthändler zu.

Für die Kontrahenten bedeutet das, die Bilder gehen retour zu Wollmann. Er kann sie jetzt verkaufen, muss der Stadt allerdings den Kaufpreis, knapp 170.000 Euro, zurückerstatten.

Hinter dem Streit zwischen der Stadt Alsfeld und dem Treysaer Geschäftsmann verbirgt sich ein handfester Skandal: In den Jahren 2005 bis 2007 hatte Alsfelds Ex-Bürgermeister Herbert Diestelmann Gemälde im Wert von 170.000 Euro vom Schwalmstädter Kunsthändler Jürgen Wollmann ohne Absprache mit dem Magistrat gekauft. Seit mehr als drei Jahren hatte die Stadt Alsfeld versucht, die Kunstgegenstände dem Treysaer Kunsthändler zurückzugeben.

Ein Gericht hatte dem Kunsthändler unter anderem zugestanden, dass er auf die Richtigkeit des Geschäftes mit dem Alsfelder Ex-Bürgermeister vertraut hatte.

Wollmann entgegegen kommen die Zahlungsmodalitäten. Die Hälfte der Summe muss er bis Ende 2013 zurückgezahlt haben, der Rest ist in jährlichen 10.000 Euro-Raten ablösbar. Sollte Wollmann pleite gehen, ist die Stadt Alsfeld zumindest mit einer Grundschuld in Höhe von 25.000 Euro auf der sicheren Seite.

Aus Sicht Wollmanns wie auch des Alsfelder Bürgermeisters Ralf Becker ist diese Lösung für beide Seiten akzeptabel. Für den Treysaer Kunsthändler ist somit endlich „ein Ende der ganzen Geschichte abzusehen“.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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