Alle Sinne verwöhnt

Beste Unterhaltung bei leckerem Essen in der Homberger Stadthalle

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Servierten die Köstlichkeiten: Das Team der Fliegenden Köche mit Christoph Brand in der grauen Jacke.

Homberg. Der Duft von leckerem Essen zog am Wochenende durch die Homberger Stadthalle und bereitete den Gästen eine Vorfreude auf einen Augen-, Ohren- und Gaumenschmaus.

Die Kleine Bühne Schwalm-Eder führte ihr Stück „Jetzt erst Recht oder der 80. Geburtstag" und die Fliegenden Köchen bereitete ein köstliches Menü vor.

Die Kleine Bühne Schwalm-Eder von links Susanne Braun, Armin Jordt und Claudia Hein.

Zum Inhalt: Nachdem Pinkie, die ehemalige Hartz-IV-Empfängerin und Haushaltshilfe mit ihrem Partner Mucki die insolvente Efze-Senioren-Residenz übernommen hat, herrscht Leben in der noblen Wohnstätte. Zum Leidwesen der Inhaberin fehlt noch eine Genehmigung und die Mühlen der Ämter mahlen langsam. Zu langsam für Pinkie. Im Gegensatz zum Koch des Hauses. Der hat es plötzlich sehr eilig, obwohl die Feier des 80. Geburtstages des ältesten und reichsten Bewohners Dr. von Hohenburg ansteht.

Während die Darsteller auf der Bühne die Gäste im Saal bestens unterhielten, zogen in der Küche die Fliegenden Köche um Chef Christoph Brand alle Register der Kochkunst und bereiteten ein sehr schmackhaftes Drei-Gänge-Menü vor, das in den Theaterpausen serviert wurde.

Nach dem geschäumten Kresse-Süppchen mit Teriyaki-Hühnchen und Thai-Spargel servierte das achtköpfige Köcheteam zweierlei vom Rind mit geschmorten Bäckchen, im gutem Roten und rosa Roastbeef zwischen getrüffeltem Kartoffelkuchen und karamellisiertem Frühlingsgemüse. Mit der Tonka Créme brûlée mit Erdbeer-Rhabarber Kompott setzten sie einen schmackhaften Schlusspunkt.

Die Idee zum Theaterstück „Jetzt erst Recht oder der 80. Geburtstag“, das Bettina Riedinger geschrieben hat, ist fünf Jahre alt. Im April 2010 führte die Kleine Bühne Schwalm-Eder die gekaufte Krimikomödie „Jetzt oder nie“ auf, ebenfalls mit einem Menü in den Pausen. Nach Darstellung von Bettina Riedinger, war man an einer Fortsetzung des Stücks interessiert, doch es gab keine. Also machte sich die Hobbyautorin an die Arbeit, und begann zu schreiben.

Gut besucht: Theater in der Homberger Stadthalle mit der Kleinen Bühne Schwalm-Eder und den Fliegenden Köchen.

Insgesamt war sie drei Jahre damit beschäftigt, hauptsächlich im Urlaub. Im Januar begannen die Proben, die sich nicht immer einfach gestalteten. Selten war es, so Bettina Riedinger, dass alle Darsteller gemeinsam proben konnten.

Bei 17 Darstellern auf der Bühne könne man von einem sehr gut besetzten Ensemble sprechen. Aber das ist, wie die Autorin sagte, der harte Kern der Kleinen Bühne Schwalm-Eder. Zwar habe es auch Diskussion gegeben, aber Bettina Riedinger und die Regisseurin Almut Karger, glätteten die Stimmungswogen.

Die Resonanz auf das Stück war sehr positiv, ebenso die Besucherzahlen mit über 400 an den vier Tagen. Auf die Frage, ob das nicht ein Anreiz auf eine weitere Forstsetzung sei, antwortete die Autorin mit einem freundlichen, vielsagenden Lächeln. 

Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

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