Auf Kurs zum Facharbeiter: Jugendwerkstatt schließt in Kürze erste Umschulung zum Fertigungsmechaniker ab

Sie beenden bald die Umschulung zum Fertigungstechniker: Jessica Lorbeer, Eduard Horn, Melanie Hubbe , Hasan Kaya und Christopher Kluwe-Gude in der Felsberger Jugendwerkstatt. Foto: Thiery

Felsberg. Erstmals werden zum Schuljahresende sechs Fertigungsmechaniker ihre Umschulung mit einer Gesellenprüfung bei der Felsberger Jugendwerkstatt abschließen. Der erste Durchgang der von der Arbeitsagentur finanzierten Umschulung geht damit zu Ende.

von Christine Thiery

Ab dem Sommer beginnt die zweite Runde. Es sind noch Plätze frei.

Jessica Lorbeer aus Körle ist eine der ersten Absolventinnen. Die 36-Jährige hatte im ersten Beruf Zahntechnikerin gelernt und vermisste die Aufstiegsmöglichkeiten. Die werde sie nun mit der neuen Ausbildung haben. „Eine Fachkraft in der Industrie ist im Moment eine gute Wahl“, sagt sie. Das unterstützt auch Regina Suchy von der Felsberger Jugendwerkstatt. Die Metall-Ausbildung sei vorwiegend auf die Autoindustrie ausgelegt. „Der Fertigungsmechaniker ist ein Facharbeiter und die sind sehr gefragt.“ In diesen Berufen hersche Nachwuchsmangel.

Daher unterstützt auch die Arbeitsverwaltung die Umschulung, wie Martin Büscher von der Arbeitsagentur im Schwalm-Eder-Kreis erklärte. Die Ausbildung richte sich an Menschen nahezu jeden Alters. Die älteste Teilnehmerin des Kurses ist 41 Jahre alt. Es gehe darum, eine zweite Chance auf eine Qualifizierung zu erhalten, sagte Büscher. Die Teilnehmer würden bei der Bewerbung von der Arbeitsagentur und der Jugendwerkstatt auf ihre Fertigkeiten geprüft. Den theoretischen Unterricht leisten Ausbilder in der Werkstatt selbst. In kleinen Gruppen könne der Stoff den Schülern mit besonderen Anforderungen besser vermittelt werden, sagte Ausbilder Martin Scholz. Zweimal pro Woche ist theoretischer Unterricht. An drei Tagen lernen die Umschüler die Praxis in der Felsberger Jugendwerkstatt. Zur Ausbildung gehören zwei sechs Wochen lange Praktika in Betrieben der Region.

Zwei der sechs Teilnehmer haben bereits eine Arbeitsstelle in Betrieben.

Quelle: HNA

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