Freunde, Förderer und Künstler trafen sich am Samstag zur Eröffnung des Willingshäuser Kunstjahres

Kurzweiliger Blick auf die Kunst - Wiilingshäuser Kunstjahr

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Gemeinsame Ausstellung: Noch bis März zeigen Uta Zaumseil, Anett Frontzek, Barbara Wrede und Michael Göbel (von links) ihre Werke, hier im Bild mit Bürgermeister Heinrich Vesper.

Willingshausen. Vier Künstler, drei Musiker, zwei Stipendiaten und 100 Kunstfreunde hießen am Samstag das Kunstjahr 2012 in Willingshausen willkommen: In illustrer Runde wurde bei Sekt und Häppchen munter geplaudert, lauschten die Gäste dem Vocal-Jazztrio „Squeeze Me“ und erfreuten sich an aktueller und noch zu erwartender Kunst.

Unter dem Motto „Ich und die Wirklichkeit“ präsentierten die ehemaligen Stipendiaten Anett Frontzek, Barbara Wrede und Michael Göbel sowie die Thüringer Künstlerin Uta Zaumseil Papierschnitte, Collagen, Skulpturen und Zeichnungen.

Begrüßt wurden die Gäste von einem gut gelaunten Bürgermeister. „Wir sind stolz - ohne Wenn und Aber“, sagte Heinrich Vesper. Mit Blick auf eine Ausstellung Willingshäuser Kunst in Kassel versprach der Rathauschef vollmundig: „Wir leisten gern Entwicklungshilfe in der Stadt Kassel, wenn es um Kunst geht.“

Eröffnung Kunstjahr Willingshausen

Entwickelt hat sich auch das Stipendium der Sparkassenkulturstiftung. In 2012 werden Anja Köhne und Maciek Rajca als 34. und 35. Stipendiaten die Tradition Europas ältester Malerkolonie fortsetzen. Vorgestellt wurden sie von Kurator Bernhard Balkenhol. Er machte neugierig auf die Arbeiten der Fotografin und des Malers. „Anja Köhne hängt für ihre Themen und Fragen einen Briefkasten auf. Und über Maciek Rajca sollten Sie sich nicht wundern - wenn er Sie malt, werden sie sich nicht wiedererkennen.“

Eindeutigen Wiedererkennungswert hatten dafür die Geschenke. Dieter Werkmeister vom Kreis und Bettina Riehl von der Sparkassenkulturstiftung freuten sich über ein süffiges Präsent vom Bürgermeister. Einen Trinkspruch hatte der zwar nicht parat, dafür aber einen guten Rat: „Betrinkt euch nicht und bleibt anständig.“

Anständig sein, das wollen die vier ausstellenden Künstler eindeutig nicht. Noch bis zum 4. März zeigen sie eigene Wahrnehmungen und Konstruktionen von Realität. In ihren Werken stellen die Künstler die Wirklichkeit und die Wahrheit in Frage, wird das Wort im Bild zum Mittelpunkt, bilden gestückelte Skirouten einen irrwitzigen Blick auf die Schweizer Alpen.

Im Anschluss plauderten die Gäste in gemütlicher Atmosphäre im angrenzenden Reuternhaus. Die Landfrauen reichten raffinierte Köstlichkeiten wie Carpaccio von Roter Bete, Spinat-Frittata und Frischkäse-Schnecken. Damit ging ein kurzweiliger, künstlerischer und kulinarischer Abend zu Ende - einer, der Lust macht auf das Kunstjahr 2012.

• www.malerkolonie.de

Quelle: HNA

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