Unterhaltung, Musik und Humor an vier Orten

Zum Lachen in die Gudensberger Kellerkonzerte

Cooler Auftritt: Max Alter (rechts) und Stefan Metz machten Stimmung im Löwensteinkeller.

Gudensberg. Es gibt Menschen, die gehen zum Lachen in den Keller. Die Gudensberger tun dies regelmäßig, wenn sich der Sommer dem Ende entgegen neigt, denn dann finden die Kellerkonzerte statt.

An einem Abend präsentieren sich in vier verschiedenen Veranstaltungen gleich zweimal hintereinander Künstler an Orten in der Altstadt. Sowohl im Löwensteinkeller, als auch im Familienzentrum Quartier, im Keller Giese und im Kulturhaus Synagoge herrschte am Samstagabend eine besondere Atmosphäre.

Mit pinkfarbenen Schuhen und einer ausdrucksstarken Stimme sang die Deutsch-Griechin Carolina Stefani Lieder mit viel Gefühl, aber auch freche Melodien mit frechen Texten. Wie das so ist, mit den Männern und den Frauen, erklärte sie dem Publikum im Keller Giese, und wurde dabei von Julia Reingardt am Klavier begleitet. Ständig trat sie in Interaktion mit den Zuhörern. Die waren teilweise ausdrücklich zum Mitsingen und Mitklatschen aufgerufen, vor allem, wenn ein Lied auch schon mal 20 bis 30 Strophen hatte.

Spaß im Löwensteinkeller: An vier Orten in der Gudensberger Altstadt gab es bei den Kellerkonzerten reichlich Anlass zum Schmunzeln und zum Lachen. Fotos: Eberlein

Viel Spaß hatten die Besucher im Familienzentrum Quartier mit Peter Dietrich, Christine Weghoff und den „Valschen Vögeln“. Es ging zwar im Quartier ums Älterwerden, doch die Akteure sahen alles andere als alt aus. Und ganz nebenbei lernte das männliche Publikum noch, dass man Frauen zwar beim Frauenarzt findet, dann aber doch lieber an einem anderen Ort kennenlernen sollte.

Zudem rieten sie, sich davor zu hüten für das weibliche Geschlecht Bezeichnungen, wie „Leuchtturm“ oder „Auto mit Parklicht“ zu verwenden. Aber mal ehrlich: Wer kann lustigen Figuren, wie den Valschen Vögeln an einem solchen Abend schon lange böse sein?

Kleine, freche Boshaftigkeiten erlebten auch die Zuschauer im Kulturhaus Synagoge. Dort berichtete der Musikpaparazzo Florian Brauer Klatsch und Tratsch aus der Musikszene, den noch nie ein Ohr zuvor gehört habe. Ob Van Halen, Johnny Cash oder Elvis, die Zuschauer kennen nun die vermeintlich wahren Geschichten hinter der Entstehung von großen Hits wie „Ring of Fire“ und „Jump“.

Zwei Männer und eine Gitarre reichten aus, um im Löwensteinkeller für heiße Stimmung zu sorgen. Das Duo Metzo-Max (Max Alter und Stefan Metz) gab dem Publikum reichlich Anlass zum Lachen, egal ob es um die Sekretärin Tanja, die Araberstute Sheila oder den letzten Cowboy von Gütersloh ging.

Gute Unterhaltung überall also - und selbst in der Pause gab es Stimmung, durch die Big-Band Haddamar vor dem Keller Giese.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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