Hänsel und Gretel feierten Premiere auf der neuen Freilichtbühne in Gudensberg

Lacher für die Stolperhexe

Noch sind sie ahnungslos: Hänsel und Gretel (Stefan Marx und Britta Fleischhut) naychen vom Knusperhäuschen, während die Hexe (Alexandra Desoi) böse Pläne schmiedet. Foto: M. Koch

Gudensberg. Als die Hexe stolperte, war der Jubel im Publikum groß. 200 Grundschüler aus Gudensberg gönnten der boshaften Alten jedes Missgeschicke. Sie waren nach Gudensberg gekommen, um dort das Märchen Hänsel und Gretel zu erleben.

Die neue Freilichtbühne bot den Schülern der Schauspielschule aus Kassel beste Voraussetzungen für die Premiere. Das Märchen, das mitunter brutale Züge hat, wurde absolut kindgerecht aufgezogen. Die Lieder, die die Schauspieler sangen, gingen ins Ohr und die böse Stiefmutter sowie die Hexe (beide gespielt von Alexandra Desoi), sorgten für viele Lacher.

Kindgerecht und lustig

Die musikalische Begleitung des Märchens und die Lieder, die die Schauspieler sangen, hatte Dramaturg Uwe Schmidt selbst komponiert. Hänsel und Gretel (Stefan Marx und Britta Fleischhut), die von den Eltern im Wald ausgesetzt wurden, weil der von René Spitzer gespielte Vater zu arm war, verirrten sich im Wald.

An dieser Stelle trat der geheime Star des Stücks auf: Das Vögelchen. Es klaut den Geschwistern erst die Brotkrumen, die als Markierung für den Rückweg ausgelegt waren und führte sie schließlich zum Haus der Hexe. Und das alles geschah auf eine so lustige Art, dass die Gudensberger Grundschüler sich kaum halten konnten vor Lachen.

In der Pause ging es dann rund: Das Bühnenbild wurde vor den Augen des Publikums umgebaut, und für das Hexenhaus wurden überall Bonbons und andere Süßigkeiten verteilt, sehr zur Freude der Kinder, die die Bühne einfach stürmten. Doch der Aufstand war von kurzer Dauern, denn die Lehrerinnen riefen die Bonbonplünderer zurück.

Andere wie die zehnjährige Denise Wiedmeyer waren in der Pause total gespannt, was die Hexe vor hatte.

Die Erwartungen an die Hexe wurden nicht enttäuscht: Mit Kopftuch, Buckel und einem fiesen Kichern mästete sie Hänsel und schikanierte Gretel, bis diese der Hexe den Garaus machte. Die Geschwister kamen mit Hilfe eines Schwans (Andrea Glowig) nach Hause.

Stück als Abschlussarbeit

Regisseur Gerrit Reinecke hatte die Bühnenfassung des Stücks von Andrea Czesinski für seine Abschlussarbeit bearbeitet. Er hat Regie an der Schauspielschule Kassel studiert. Das Ergebnis seiner Arbeit, die Premiere von „Hänsel und Gretel“ wurde vom Publikum mit viel Applaus quittiert. Weitere Aufführungen „Hänsel und Gretel“ der Schauspielschule Kassel: Samstag, 25. September: Jean-Paul-Schule Kassel, Württemberger Straße18, Kassel, 15 Uhr Donnerstag, 30. September: Salzmanns Factory, Sandershäuserstr. 23, Kassel, 16 Uhr Samstag, 2. Oktober: Salzmanns Factory, Sandershäuserstr. 23, Kassel, 16 Uhr

Von Miriam Koch

Quelle: HNA

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