Museumsgespräche drehten sich rund um das Thema „Grimms Märchen“

Mit Lachs und Puppen

Ließen die Puppen tanzen: Margit Bartl und Christiane Kunz von der Puppenbühne Wernswig mit Rotkäppchen und dem bösen Wolf. Foto: Mangold

Schwalmstadt. Einen unterhaltsamen Abend mit spannenden Gästen und kulinarischen Höhepunkten erlebten die Besucher im „Museum der Schwalm“ in Ziegenhain. Unter dem Motto „Grimms zauberhafte Märchenwelt“ hatte Moderatorin Petra Nagel zum 7. Mal zu den Schwälmer Museumsgesprächen eingeladen.

Zu Gast war der Pianist und Comedian Martin Lüker, der für musikalische Unterhaltung sorgte und das Publikum mit seinem Kabarett-Programm „Lüker miez Mouskouri“ begeisterte.

Als bekennender Nana Mouskouri-Fan sang der Comedian seine ganz eigene Variante von „Weiße Rosen aus Athen“, bei der er Musik und Komik zur Freude des Publikums auf raffinierte Weise vermischte.

Die Puppen tanzen, ließen Christiane Kunz und Margit Bartl vom Verein Marionettentheater Puppenbühne Wernswig. Sie hatten drei ihrer selbst gebauten Puppen mitgebracht und berichteten über die Arbeit der Puppenspieler. Die Augsburger Puppenkiste sei ihr Vorbild gewesen, sagte Kunz. Seit elf Jahren gibt es die Puppenbühne, 100 Puppen hat der Verein unter der künstlerischen Leitung von Stefan Kunz inzwischen gebaut.

Heinz Rinner von der Lachsräucherei Rinner in Gilserberg gab Einblicke in die Herstellung von Räucherlachsspezialitäten, die er den Gästen zum Probieren mitgebracht hatte. Sein Lachs aus Irland, Island, Schottland, Kanada und Norwegen werde über Buchenholz geräuchert, weil es am neutralsten für den Geschmack sei: „Über offenem Feuer, wie bei den Wikingern“, erklärte er.

Das Handwerk lernte der Kaufmann in Norwegen und trug die Rezepte nach Hessen. Der Anfang sei schwierig gewesen, aber inzwischen seien nicht nur die Nordhessen überzeugt von seinem Räucherlachs: „Wir leben vom Versandgeschäft“, berichtete er. 80 Prozent des Lachses liefere der Gourmetservice an die Chefetagen der deutschen Industrie.

Auch die Landfrauen hatten für die Schwälmer Pause kulinarische Köstlichkeiten für die Gäste mitgebracht. Nach Omas Rezepten gebackene Ausstechplätzchen, Gewürzkuchen, Anis- und Schmalzplätzchen sowie das beliebte Spritzgebäck seien alles klassische Plätzchensorten der Schwalmregion, erklärte Heike Corell, Vorsitzende der Landfrauen in Willinghausen. Die Landfrauen bemühen sich aber nicht nur um die Bewahrung von Rezepten und Brauchtum, sondern bieten auch Aktionen und Kurse wie Yoga, Rhetorik und Wandern an.

• Am 14. Februar finden die nächsten Museumsgespräche mit Petra Nagel und ihren Gästen unter dem Motto „Liebe ist eine Himmelsmacht“ statt.

Von Bettina Mangold

Quelle: HNA

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