100 Fans bei Raritätenschau

Kultautos bei Oldie-Treffen in Fritzlar

Fritzlar. Das was die Oldtimerfreunde Schwalm-Eder am Wochenende auf dem Firmengelände von Gerd Ecklmeier in Fritzlar präsentierten war nicht von Pappe. Oder besser fast nicht, denn auch ein Trabbi war mit von der Partie.

Die Oldtimer-Fans trafen sich bereits zum fünften Mal zur Autoschau in Fritzlar. Gerd Ecklmeier und Olaf Sauer freuten sich, dass etwa 100 Fans mit ihren Wagen dabei waren. Olaf Sauer verriet, dass er mit 18 Jahren das erste Mal in einem 180er Mercedes Diesel gesessen habe und seit dieser Zeit habe ihn der Oldtimer-Virus im Griff. Nicht nur viel Liebe, sondern auch viel Geld steckt so mancher Oldie-Fan in seinen Wagen. Beträge über 100.000 Euro seien keine Seltenheit, sagte einer von ihnen.

Zu sehen gab es in Fritzlar natürlich jede Menge Raritäten: Das Amphicar Modell 770 Baujahr 1962, ausgerüstet mit zwei Polyamid Schrauben, einem Schwimmgetriebe und einem englischen Langhuber von 1,2 Liter Hubraum sowie 38,3 PS, sollte den amerikanischen Markt erobern. Die Produktion wurde 1963 eingestellt. Zu diesem Zeitpunkt fuhren rund 3500 Fahrzeuge auf den Land- und Wasserstraßen, weiß Frank Müller, der mit seinem Sohn Jens nach Fritzlar kam. Über den derzeitigen Verkaufswert seines Amphicar sagt der Besitzer: „Diese Typen werden zwischen 75.000 und 90.000 Euro gehandelt.“ Hans-Josef Reymann aus Guxhagen ist stolzer Besitzer eines Mercedes Benz SE Coupé W 112 mit 170 PS, Baujahr 1966. In Flensburg seien nur noch 36 der Fahrzeuge gemeldet. Einen Pilgrim-Bulldog mit Kunststoff-Karosse und unter der Haube mit einem Ford-Knudsen Fahrwerk ausgestattet, fahren Armin und Brigitte Dickerhoff. Ihr Mann sei ein echter Schrauber, erklärt Brigitte Dickerhoff. Und Christian Schatte aus Basdorf am Edersee präsentierte einen Magirus Deutz, Baujahr 1962, mit ihm wurde einst das Holz aus dem Wald abtransportiert.

Mario Wagner, Christopher und Markus Schimmelpfennig vom Trabant-Kader-Klub aus Kassel kamen mit ihrem Trabant 601 S de Luxe nach Fritzlar. Sie betonten, dass nach 50 Jahren die „Pappe“ ein echtes Kult-Auto geworden sei.

Von Peter Büchling

Bilder vom Oldie-Treffen

Oldie-Treffen in Fritzlar

Quelle: HNA

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