Genossenschaftlicher Lebensmittelmarkt wird gebaut: 150 000 Euro Zuschuss

Laden wertet Stadt auf

Förderung: Karl-Heinz Schneider, Wirtschaftsminister Dieter Posch, Armin Heß und Bürgermeister Jürgen Kaufmann (Bild rechts, von links). Das obere Bild zeigt den Bauplatz für den Markt. Fotos:  Rose

Schwarzenborn. Ihre Weihnachtseinkäufe werden die Schwarzenborner aller Voraussicht nach bereits in ihrem eigenen genossenschaftlichen Lebensmittelladen erledigen können: Gestern gab es für den Neubau im Eselsweg (wir berichteten) grünes Licht. Denn Wirtschaftsminister Dieter Posch sagte eine Förderung für das Projekt in Höhe von 150 000 Euro zu.

Mit den Plänen für einen genossenschaftlichen Markt ist Schwarzenborn klar Vorreiter in Hessen: „In ländlichen Gemeinden wird es immer schwieriger, den Bedarf an Lebensmitteln am Ort zu decken. Initiativen zum Erhalt oder zum Aufbau solcher Möglichkeiten sind ein Beitrag zur Lebensqualität und Attraktivität ländlicher Kommunen“, verdeutlichte Posch.

Genossenschaft ist Betreiber

Schon ab der kommenden Woche könnten die Bagger rollen, kündigte Bürgermeister Jürgen Kaufmann an. Betrieben wird der Laden künftig von einer Genossenschaft, der sich bislang 130 Schwarzenborner angeschlossen haben. Zum Vorsitzenden wurde Karl-Heinz Schneider gewählt. Bauherr ist die Bürgerkooperation-Versorgungszentrum GmbH der Gewerbetreibenden, an dessen Spitze als Geschäftsführer Schwarzenborns Stadtverordnetenvorsteher und Unternehmer Armin Heß steht. „Inklusive der Erschließungskosten kommen Kosten in Höhe von 750 000 Euro auf uns zu“, sagte Kaufmann zum Umfang des Projekts.

Dabei soll der Markt im Eselsweg nicht an einen Tante-Emma-Laden erinnern: „Wir wollen hier nicht in Nostalgie verfallen, sondern das Geschäft zukunftsgerichtet und professionell betreiben“, machte Heß deutlich. „Und ich bin gar nicht bange, in den Wettbewerb einzutreten“, sagte der Geschäftsführer. 330 000 Euro auf dem Konto seien ein guter Start. Es habe bereits erste Verhandlungen mit Lieferanten gegeben. Eine Zusage, den Markt in Schwarzenborn zu beliefern, gebe es von Rewe/Nahkauf. „Und zwar zu vernünftigen Konditionen“, erläuterte Heß. Die Edeka-Gruppe, die den vorherigen Laden belieferte, stünde nicht mehr zur Verfügung. Schon jetzt sind weitere Investitionen rund um den Laden geplant, unter anderem die Installation einer Photovoltaik-anlage.

Kaufmann hofft, dass der Lebensmittelladen bereits Mitte/Ende November seine Türen öffnet: „Dann können die Schwarzenborner ihre Lebkuchen endlich wieder in der Stadt kaufen.“ HINTERGRUND

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

Kommentare