Habichtswald und Solt/Ungarn feierten zehn Jahre Partnerschaft

Längst Freunde geworden

Übergabe: Claudia Kloppmann und Habichtswalds Bürgermeister Thomas Raue überreichen das neue Hinweisschild an Kalmár Pál, den Bürgermeister der ungarischen Partnerstadt, damit die Solter Bürger wissen, in welche Richtung sie zum nächsten Wochenendtrip aufbrechen sollen. Nordhessen finden ein Hinweis-Schild in Richtung Solt demnächst am Rathaus der Gemeinde Habichtswald. Fotos: ar

Habichtswald. Zehn Jahre Partnerschaft mit Solt feierten am Wochenende die Habichtswalder mit ihren Gästen aus der ungarischen Partnerstad. Die Gäste aus der Partnerstadt Solt waren während ihres viertägigen Aufenthalts bei Gastfamilien in beiden Ortsteilen untergebracht. Sie besuchten unter anderem die Firma SMA und informierten sich dort über deren moderne Fabrikationsanlagen und wurden von den Mitgliedern des Geschichts- und Heimatvereins engagiert mit der Geschichte Habichtswalds vertraut gemacht - bei einem Besuch der Schmiede- und des Heimatmuseums im Dorfgemeinschaftshaus in Ehlen.

Das Besuchsprogramm ließ jedoch auch genügend Zeit, um alte Bekanntschaften aufleben zu lassen und neue Freunde zu finden. So hatte die Gemeindeverwaltung gemeinsam mit dem Vereinsring Ehlen für Freitag Abend auf das Gelände des Grillplatzes in Ehlen zu einem zünftigen Grillfest geladen.

Den Abschluss des offiziellen Teils wurde am Samstag in der voll besetzten Mehrzweckhalle in Dörnberg gefeiert. Höhepunkt des Abends war dabei sicher die Rückschau auf die Anfänge der Partnerschaft ab dem Jahr 2001. Bürgermeister a. D. Wolfgang Aßhauer führte mit einem lockeren Vortrag durch die Bilder dieses ersten Jahrzehnts, nicht ohne die Wirkung des traditionellen ungarischen Schnapses Palinka bei der Völkerverständigung zu betonen.

Kalmár Pál, Bürgermeister von Solt, erläuterte, dass sowohl die ungarische Bezeichnung „Geschwisterstadt“ als auch der deutsche Name „Partnerstadt“ nicht das ausdrücke, was die Beziehung eigentlich sei. Die südeuropäischen Länder würden den Begriff „Freundschaftsstadt“ bevorzugen.

Habichtswalds Bürgermeister Thomas Raue würdigte ganz besonders die Herzlichkeit, mit der er und alle Besucher in Solt immer wieder aufgenommen wurden. Als Geschenk überreichte er ein Hinweisschild, das die 1136 Kilometer von einander entfernten Orte an zentralen Stellen aufstellen werden. „Damit die Bürger aus Habichtswald und Solt die Richtung kennen, wenn sie einen Wochenendtrip planen“, so Raue.

Das Gastgeschenk der Solter Delegation war eine Krokant-Torte, die in Ungarn gerne zu Hochzeiten verschenkt wird. (ar)

Quelle: HNA

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