Normandie: Soldaten der Division Spezielle Operationen sind bei Gedenkfeiern dabei

Es war der längste Tag

Große Ehre in der Normandie: Oberstabsfeldwebel Peter Knipping, Angehöriger des Stabes der Division Spezielle Operationen aus Stadtallendorf, trug bei den Gedenkfeiern anlässlich der Landung der Alliierten die Truppenfahne. Foto: Bundeswehr/nh

Schwalm/Normandie. Mit mehr als 20 000 Gefallenen ist La Cambe der größte deutsche Soldatenfriedhof in der Normandie. An der Deutschen Kriegsgräberstätte gedenken in dieser Woche deutsche, amerikanische, britische und niederländische Soldaten der Gefallenen.

Viele weitere Gedenkveranstaltungen werden sich anschließen. Ein Nordhesse trägt in diesem Jahr die Truppenfahne: Oberstabsfeldwebel Peter Knipping, Angehöriger des Stabes der Division Spezielle Operationen aus Stadtallendorf.

„Es ist schon eine besondere Ehre, die Truppenfahne meiner Division hier in Frankreich tragen zu dürfen“, erklärte der Kasseler. Dass die Amerikaner, Briten und Holländer an dieser Gedenkveranstaltung auf einem deutschen Friedhof teilnehmen beeindruckt den Oberstabsfeldwebel. Umgekehrt beteiligen sich Soldaten der Division an den Kranzniederlegungen an den Gedenkstätten der Alliierten.

Jede Gelegenheit werde genutzt, um den teilnehmenden Soldaten die geschichtlichen Hintergründe der Landung der Amerikaner zu erläutern. So am Point du Hoc, der Stelle an der Steilküste, an der mit Pickeln, Seilen und Strickleitern amerikanische Soldaten die Steilklippen erklimmen mussten und dabei auf starken Widerstand der deutschen Verteidiger gestoßen waren. Von 225 Soldaten zu Beginn der Operation seien nach zwei Tagen nur noch 90 einsatzbereit, heißt es. Auch der Großvater von Peter Knipping hat in der Normandie gekämpft. Er sei damals in britische Kriegsgefangenschaft geraten, erzählt Knipping. Deshalb habe er sich besonders intensiv mit der Geschichte des D-Day auseinandergesetzt.

Seit 2004 nehmen laut Divisionsstab deutsche Soldaten an den Gedenkfeiern in der Normandie teil. Natürlich habe es Fragen aus der französischen Bevölkerung gegeben, was die Deutschen dort zu suchen hätten.

Aber dass damals nicht nur Frankreich sondern auch Deutschland befreit wurde, hätten inzwischen viele verstanden, berichtet die Division.

Auch habe das Auftreten der deutschen Soldaten dazu beigetragen, dass sie heute gern gesehene Gäste sind.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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