Generalprobe zur musikalisch-kabarettistischen Lesung mit Justus Riemenschneider

Er lässt die Kirche im Dorf

Inse Kirche: Bei seiner kabarettistischen Lesung mit Kirchenführung präsentiert sich Bernd Köhler nicht nur als sein Alter Ego Justus Riemenschneider, sondern auch als dessen Schwester Marie Hilgenberg (links). Für Musik sorgt Manfred Muche (unten rechts). Fotos: V. Koch

Schwarzenberg. „Inse Kirche“ – das neue Programm von Justus Riemenschneider alias Bernd Köhler begeisterte die Zuschauer am Mittwochabend in der Schwarzenberger Kirche. Bei der Generalprobe gewährte Riemenschneider tiefe Einblicke in den Dorfalltag und die Geschichte des Ortes. Im Mittelpunkt des zweistündigen Programms steht jedoch die Kirche.

Die Kirchenführung mit Riemenschneider lässt die Besucher die alterwürdigen Gemäuer mit ganz neuen Augen sehen. Da gibt es die Sakristei in der Größe eines begehbaren Kleiderschrankes, in dem die Pfarrerin schon mal mit ihrem Mann verschwindet, und das Rondell vor der Kirche mit kleiner Sicherheitsmauer. „Dadurch können die Gottesdienstbesucher schneller die Kurve kratzen“, sagt Riemenschneider.

Musikalisch begleitet wird die kabarettistische Lesung von Manfred Muche. Die Regie führt Rolf Römer. Mit flinken Fingern und schnellen Füßen entlockt Muche der Orgel beschwingte Klänge und animiert das Publikum zum Klatschen und Schunkeln. Am Keyboard veranstaltet er ein Wunschkonzert mit bekannten Gassenhauern wie „Marmor, Stein und Eisen bricht“, bei denen das Publikum lauthals mitsingen kann.

Mit von der Partie ist dieses Mal auch die Schwester von Justus Riemenschneider: Marie Hilgenberg. Sie steht ihrem Bruder in Sachen loses Mundwerk in keinerlei Hinsicht nach. Die Schwarzenbergerin – ebenfalls verkörpert von Köhler – zeichnet sich durch ihre ungebrochene Neugier an Klatsch und Tratsch aus.

Beim Verteilen des Kirchenblättchens im Ort bekommt sie schließlich so einiges mit. Bei „Inse Kirche“ weiß sie gekonnt aus dem Nähkästchen zu plaudern. Dabei macht sie zur Freude des Publikums auch vor dem Papst, Margot Käßmann und Christian Wulff nicht Halt. (yvk)

Quelle: HNA

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