Ausstellungseröffnung: Miniatur des Melsunger Technikhauses ist in der Kreissparkasse Ziegenhain zu sehen

So lässt sich Energie einsparen

Bei der Präsentation: Dirk Siemon, Helmut Mutschler, Landrat Frank-Martin Neupärtl, Rudolf Malorny, Projektleiter Markus Gille, Karl-Otto Winter und Architekt Jürgen Schormann (von links). Foto: Rose

Ziegenhain. Ein Modell des Technikhauses Energieplus ist in den kommenden Wochen in der Kreissparkasse Ziegenhain zu sehen: Das reale Haus steht in Melsungen und ist Teil eines Bildungsprojektes der Radko-Stöckl-Schule.

Projektleiter Markus Gille und sein Team, Schüler, Kooperationspartner aus dem Handwerk und Architekt Jürgen Schormann haben die komplette energetische Sanierung einer alten Hausmeisterwohnung realisiert.

Entstanden ist ein Ausbildungs- und Weiterbildungszentrum für regenerative Energien. Für die Präsentation während der Woche der Umwelt in Berlin entstand ein Modell des Hauses im Maßstab 1:20, das Einblicke in das Innere des Gebäudes ermöglicht – inklusive der technischen Ausstattung. „Hier können Herausforderungen bei der energetischen Sanierung für Handwerker und Bauherren transparent dargestellt werden“, erläutert Gille. Das Modell soll im Kreis wandern. Finanziert wurde das 720 000 Euro teure Projekt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, dem Hessischen Umweltministerium, dem Kreis, dem Schulförderverein und über Firmensponsoring.

„Ich erhoffe mir, dass von dem Projekt eine Signalwirkung für die Region ausgeht“, sagte Karl-Otto Winter, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse. Die Bank hatte die Konzeptstudie zum Projekt finanziert. Landrat Frank-Martin Neupärtl sprach von einem „Leuchtturmprojekt“. Nicht zuletzt der Bundespräsident habe das Projekt aus mehreren tausenden ausgewählt und in Berlin vorgestellt. Stets seien Planung und Bau Hand in Hand gegangen. Involviert gewesen sei auch der Energiebeauftragte des Kreises Dirk Schnurr.

Projektleiter Markus Gille gab einen kurzen Einblick in das Projekt: Entstanden sei die Idee des Hauses 2008 bei einer Fachtagung. „Die Experten waren sich einig, dass eine energetische Sanierung nur gewerkeübergreifend möglich ist.“ Schüler, Lehrer und Handwerker planten gemeinsam: Vom Rückbau über einen Baustoff-Flohmarkt – hier wurde ausgebautes Material verkauft – bis hin zum Ausbau. In Umweltseminaren und Workshops lernten die Beteiligten den richtigen Einbau der Materialien. Zusätzlich wurde eine Solartankstelle errichtet. „Sichtfenster ermöglichen, in das Gebäude hinein zu und genau zu sehen, was verbaut wurde“, erklärt Gille. Es wurde etwa eine Sensortechnik installiert, die Aufschluss über die Feuchtigkeit im Bereich der Dämmung liefert.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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