Bernd Gieseking seziert in seinem Programm „Ab dafür“ das ablaufende Jahr 2011

Die Lage ist unübersichtlich

Spannend: Messerscharf analysierte Bernd Gieseking das Jahr 2011. Foto: Löwenberger /nh

Oberaula. Mit seinem satirischen Jahresrückblick „Ab dafür“ war Bernd Gieseking zu Gast im Oberaulaer Hotel Zum Stern. Mehr als 90 Besucher lauschten am Sonntagabend dem 1958 in Minden geborenen Kabarettisten und Mehrfachtalent gespannt, brachen immer wieder in Gelächter aus und spendeten spontanen Szenenapplaus.

Es ist verblüffend, wie Gieseking Verknüpfungen und Beziehungen herstellt, die in sich zwar logisch sind, sich aber gleichzeitig selbst ad absurdum führen. Mal laut, mal leise, mal als allwissender Übermensch und mal wie der Kumpel von nebenan.

Ende März sei mit dem Ausstieg aus der Atomenergie, dem Rücktritt Guttenbergs und der Ernennung Röslers zum Gesundheitsminister schon so viel passiert, dass es leicht für 90 Minuten Kabarett gereicht hätte, meinte Gieseking.

So ging es weiter: „Super-Angi rettet die Banken, rettet den Euro, hilft Kristina Schröder beim Wickeln und wechselt Rösler die Winterreifen“, und: „Jetzt sind sieben Milliarden auf der Welt, aber wir haben Ronald Pofalla.“

Pleite der Griechen

Da sind die Pleite-Griechen, die zu viel Ouzo ausgeben und gegen den Natopartner Türkei wettrüsten, der Rettungsschirm mit seinen „Fantastillarden“, die Hypo Real Estate, zu Deutsch: UTB - unterhalb tatsächlichen Besitzes, da ist Donald Duck, ohne den man im modernen Rechnungswesen verloren ist und da sind Ehec, E10 und der 29-Jährige mit Haarausfall, für dessen Hochzeit mit der Tochter eines Scherzartikelherstellers sogar die Atomkraftwerke wieder hochgefahren werden mussten, damit alle 94 der 82 Millionen Deutschen das Ereignis am Fernsehen verfolgen konnten, was dann immerhin einer Einschaltquote von 234 Prozent entsprach. (zlb/nh)

Quelle: HNA

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