Hochregallager

Lager der Superlative: B. Braun nahm neues Modul in Betrieb

Unscheinbar: von links Architekt Manuel Schupp, Thilo Böttner (PPC), Dr. Annette Beller, B. Braun-Finanzvorstand und Logistikchef Thorsten Nöll vor dem Eingang zum Hochregallager im Warenverteilzentrum bei B. Braun. Foto: Dewert

Melsungen. Im Warenverteilzentrum des Medizintechnikherstellers B. Braun in Melsungen ist am Montag ein siebtes Hochregallager-Modul in Betrieb genommen worden.

Zu sehen ist fast nichts und begehen darf man das neue Prunkstück der Logistikabteilung bei B. Braun auch nicht: Das neue Hochregallager ist am Montag in Melsungen in Betrieb genommen worden. 73 000 Paletten-Plätze gibt es im Lager am Standort Pfieffewiesen jetzt.

Die Dimension ist gewaltig: 110 Meter lang ist das Lager, 20 Meter breit und 29 Meter hoch. Man fühle sich wie in einer Kathedrale, sagte Manuel Schupp, Architekt von Orange Blu aus Stuttgart.

„Sie können sich vorstellen, dass ich als Finanzvorstand nur bedingt begeistert war, als Thorsten Nöll vor vier Jahren zu mir kam, um mir das Projekt vorzustellen“, sagte Dr. Annette Beller vom B. Braun-Vorstand. Doch der Leiter der Logistik überzeugte sie und die Investition hat sich ausgezahlt: Die Logistik sei kein Anhängsel, sie sei mitentscheidend für die Kundenzufriedenheit, sagte Beller am Montag. Das Warenverteilzenrum sei zuständig für den europäischen Markt und Voraussetzung für weiteres Wachstum.

Das Projekt wurde im Zeitplan und im Kostenbudget realisiert, Dank erhielt dafür B. Braun-Projektleiter Uwe Gasser.

Für diese Art eines innenliegenden Hochregallagers mussten besondere Anforderungen an Frischluftzufuhr und Brandschutz gemeistert werden, sagte Thilo Böttner vom Projektpartner PPC. So werden beispielsweise Luftkanäle unterirdisch geleitet und kühlen mit wenig Energiebedarf die Luft.

Das Hochregallager arbeitet vollautomatisch. 300 Mitarbeiter sind im Warenverteilzentrum tätig und für 5000 Produkte zuständig.

DAS LAGER IN ZAHLEN

1,5 Jahre betrug die Bauzeit des neuen Lagermoduls. Vier Jahre sind seit der Planung vergangen.

12 Entladerampen für Lastwagen hat das Warenverteilzentrum. 23 Millionen Euro haben die Erweiterung und Modernisierung gekostet.

20 Meter ist das Hochregallager breit. 29 Meter ist das Hochregallager hoch, das entspricht etwa zehn Stockwerken.

42 Meter Arbeitshöhe hat der neue Hubwagen der Werkfeuerwehr, der angeschafft werden musste.

100 Meter ist das Hochregallager breit, das ist so lang wie ein Fußballplatz

600 Tonnen Stahl wurden insgesamt verbaut.

5000 Artikelnummern umfasst das Sortiment, das in den Hochregallagern vollautomatisch verwaltet wird.

Quelle: HNA

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