Land und Kreis zahlen für Tierentsorgung mit

Schwalm-Eder. Die Entsorgung toter Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde aus dem Schwalm-Eder-Kreis kostet 390.000 Euro pro Jahr. Die Kosten teilen sich zu je einem Drittel das Land, der Landkreis und der Landwirt.

Diese Drittel-Regelung gilt nicht für Besitzer von Haustieren wie Hunden und Katzen.

Dass die öffentliche Hand sich bei Nutztieren finanziell so stark beteiligt, hängt mit dem Schutz vor Seuchen zusammen, die durch verendete Tiere ausbrechen könnten. Den Landwirten sollte durch den Einsatz von Steuergeld der Kostendruck genommen und verhindert werden, dass die Kadaver nicht ordnungsgemäß beseitigt werden, erklärt Thorsten Neels, Pressesprecher des Hessischen Landwirtschafts- und Umweltministeriums. Grundlage ist das Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetz.

Landwirte, bei denen ein Tier verendet, und Jäger melden dies bei der Firma Waage in Fritzlar, die den Kadaver abholt, erklärt Firmenchef Hermann Waage. Von Fritzlar geht der Transport nach Rivenich nordöstlich von Trier (Rheinland-Pfalz), wo die derzeit für Hessen zuständige Gesellschaft für Tierkörperbeseitigung sitzt. Die Firma Waage ist Subunternehmer.

Auch im Tierheim Beuern sterben hin und wieder Hunde und Katzen. Diese werden laut Tierheimleiterin Annabell Wiegard im Tierkrematorium in Kassel verbrannt.

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Von Brigitte Müller-Neumann

Quelle: HNA

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