Im Land der Riesen: Übergroße Sitzgruppe am Fritzlarer Rathaus bietet ungewohnte Perspektiven

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Hoher Stuhl statt hohes Roß: Heinz Tödtmann, Peter Faupel und Karl-Edmund Becker (von links) frühstückten an der überdimensionierten Sitzgruppe am Fritzlarer Rathaus. Horst Placzek (rechts) wollte festen Boden unter den Füßen behalten. Foto: Zerhau

Fritzlar. Die phantastische Welt von Gullivers Reise ins Land der Riesen ist zwischen Rathaus und Dom in Fritzlar Wirklichkeit geworden. Überdimensionierte Stühle und ein dazu passender Tisch sorgen für ganz neue Perspektiven.

Das bemerkten auch die vier Männer, die sich aus Spaß zum Frühstücken auf der Sitzgruppe verabredet hatten: Der ehemalige Eddernarren-Präsident Heinz Tödtmann und Karl-Edmund Becker, beide knapp zwei Meter groß, sowie Peter Faupel und Horst Placzek sahen dabei aus wie kleine Kinder am großen Erwachsenentisch.

Eine vorbeigehende Kindergartengruppe vom Roten Rain fand das Bild jedenfalls toll und bestaunte die riesengroßen Möbel, die einer Initiative der Rathausmitarbeiter zu verdanken sind.

Während eines Betriebsausfluges der Stadt im Jahr 2012 hatten städtische Mitarbeiter bei einer Rast einen großen Tisch mit so genannten Baumelbänken und -stühlen gesehen. Nach einer Sitzprobe war allen Beteiligten sofort klar, dass es so etwas in Fritzlar auch geben müsste. Spontan wurden bei den mitreisenden Kollegen über 500 Euro gesammelt.

Dank weiterer Spenden der Firma Blecher Holzhandel in Wabern und der Schreinerei Bernd Becker in Fritzlar konnte das benötigte Holz gekauft werden. In den Wintermonaten schließlich bauten die Schreiner des Bauhofes die Möbel mit viel Engagement.

Dabei kam Klemens Konrad auch die Idee, in den Stuhllehnen Ansichten der Fritzlarer Motive wie den Dom, das Rathaus, den Grauen Turm und die Kurie einzubauen. Die Mitarbeiter der Stadt Fritzlar möchten mit diesen Möbeln auch einen Beitrag zur Attraktivität der Stadt Fritzlar beitragen, sagte Bürgermeister Hartmut Spogat.

Der Standort zwischen Rathaus und Dom wurde bewusst so ausgewählt, damit nicht nur die Fritzlarer, sondern auch die vielen Touristen und Brautpaare ein außergewöhnliches Fotomotiv haben.

Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

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