Fluss übergelaufen, Straße gesperrt

Starke Regenfälle: Land unter in der Schwalm

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Kurz vor knapp: Die Brücke über die Schwalm zwischen Wiegelsweg und Bleichgasse ist gerade noch begehbar. Der Fußweg am Fluss entlang steht längst unter Wasser.

Schwalmstadt. Starke Regenfälle haben die Schwalm mancherorts über die Ufer treten lassen. „Wegen des trockenen Frühlings zum ersten Mal in diesem Jahr", sagt Peter Kugler vom Wasserverband Schwalm.

Wärme und geringe Niederschlagsmengen haben bislang dazu geführt, dass das Regenwasser problemlos im trockenen Boden versickern konnte.

Am Montag befand sich allerdings eine so genannte Luftmassengrenze über dem südlichen Einzugsgebiet der Schwalm. „Dabei wurde die kühle Luft aus Süden gegen die warm-feuchte Luft im Norden geschoben“, erklärt Kugler. Das Ergebnis: Dauerregen und unzählige Gewitter.

Die Regenmessstation Antrifttalsperre bei Alsfeld hat in 24 Stunden 50 Liter pro Quadratmeter gemessen. So viel Regen fällt sonst - laut Kugler - durchschnittlich in einem Monat.

Deshalb wurden schon am Montag das Hochwasserrückhaltebecken Heidelbach und die Antrifttalsperre eingestaut. Heute Vormittag folgte das Becken Treysa-Ziegenhain, um die unterhalb gelegenen Ortschaften vor Hochwasser zu schützen.

Auch Willingshausen hat aktuell mit den Wassermassen zu kämpfen. Die Zufahrtsstraße zur Bundesstraße 254 an der Klinkenmühle in Loshausen ist wegen des Hochwassers nicht mehr befahrbar. „Sie bleibt voraussichtlich bis Freitag gesperrt“, erklärt Silvana Mäder von der Straßenmeisterei Schwalmstadt.

„Auf den Tag genau vor einem Jahr entwickelte sich ein weitaus größeres Hochwasser in unserem Einzugsgebiet“, berichtet Kugler.

Doch es besteht kein Grund zur Sorge: Die Schwälmer Wasserrückhaltebecken sind erst zu etwa fünf Prozent voll gelaufen und das Wetter soll sich ab Donnerstag langsam bessern.

Von Jasmin Paul

Quelle: HNA

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