Land will in den Betrieb im Schloss Spangenberg investieren

Die Spangenberger haben ihr Schloss immer im Blick. Foto Brandau

Spangenberg. Die Verhandlungen sollen bald abgeschlossen sein: Das Hessische Immobilienmanagement (HI) ist zuversichtlich, dass das Hotel und die Gastronomie im Schloss Spangenberg bald wieder bewirtschaftet werden.

"Es gibt einen konkreten Interessenten, mit dem wir zurzeit einen Pachtvertrag ausarbeiten", berichtet Sprecherin Renate Gunzenhauser auf Anfrage unserer Zeitung. Das Immobilienmanagement hatte die Pacht bereits im vorigen Sommer ausgeschrieben und führe bereits auch seit Monaten mit einem potenziellen Betreiber Gespräche, der großes Interesse an der Immobilien zeige.

Man verhandele intensiv über Pacht und Bedingungen, aber auch darüber, wer welche Kosten an den erforderlichen Bauarbeiten in Küche, Gebäuden und Hotelzimmern übernehmen wird. "Sowohl in der Küche als auch in den Hotelzimmern muss vor der Eröffnung noch einiges auf einen neueren Stand gebracht werden", sagt Gunzenhauser.

Das Land Hessen sei aber willig, einen nicht gerade kleinen Teil dieser anfallenden Kosten zu schultern: Zwei Millionen Euro will es investieren, um den Betrieb im Schloss wieder ins Laufen zu bringen.

Das Schloss befindet sich im Eigentum des Landes Hessen: "Wir haben deswegen natürlich ein sehr großes Interesse daran, dass das Gebäude bald wieder bewirtschaftet und damit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird", sagt Gunzenhauser.

Der mögliche künftige Betreiber habe bereits viele Besichtigungen vorgenommen, ein detailliertes Konzept ausgearbeitet und dem Immobilienmanagement auch schon konkrete Pläne vorgelegt. Doch noch immer gelte es, viele schwierige Absprachen zu einem guten Abschluss zu bringen, sagte Renate Gunzenhauser.

Ein Zeitplan für den Start der Renovierung oder gar die Eröffnung des Restaurantbetriebes sei noch nicht aufgestellt worden: "Für feste Daten gibt es keine Prognose. Erst muss alles Hand und Fuß haben, bevor wir uns Termine setzen", sagt Gunzenhauser.

Der Pachtvertrag soll für die Dauer von zehn Jahren abgeschlossen werden. Die Entscheidung, ob und zu welchen Bedingungen das denkmalgeschützte Schloss verpachtet wird, liege einzig beim Land Hessen, heißt es im Exposé.

Quelle: HNA

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