Die 20. Landeskirchen-Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ wurde in Ziegenhain eröffnet

Blick für die Not anderer

Beim Empfang: Von links Kirchenpraktikantin Eva Soldanova aus der Slowakei, Kirchenrätin Dr. Ruth Gütter, Landespfarrer Horst Rühl, Pröpstin Sabine Kropf-Brandau, Bischof Martin Hein und Dekan Christian Wachter. Fotos: Quehl

Schwalmstadt. Die immer krasser klaffende Schere zwischen Arm und Reich in den ehemaligen Ostblockländern ist für die Landeskirche Ansporn zum Helfen. Wie in den Vorjahren sollen deshalb zugunsten der „Aktion Hoffnung für Osteuropa“ bis zu 100.000 Euro zusammen kommen.

Gastgeber für die Eröffnung der 20. Kampagne war am Wochenende Ziegenhain.

Nach den Worten von Bischof Dr. Martin Hein geht es um die Information über die Notlage der Menschen, die Motivation, sich nicht vor dem Elend anderer zurück zu ziehen und die Kommunikation dessen, was einzelne Initiativen wie die Rumänienhilfe Hephata schon längst leisten. „Wir leben in vergleichsweise sicheren Verhältnissen und sollten lernen, dass sich Engagement für andere lohnt, nicht nur auf anderen Kontinenten“, sagte Hein bei einem großen Empfang im evangelischen Gemeindehaus.

Auf die beiden Schwalmstädter Hilfsprojekte Rumänienhilfe und Gasteltern für Kinder aus Tschernobyl, die von der Aktion unterstützt werden, verwies Bürgermeister Dr. Gerald Näser. Es gehe um die Verbindung zwischen West und Ost in einer Zeit, wo dort die Armut neben märchenhaftem Reichtum grassiere.

Den vielen Gästen aus Kirche und Politik, darunter Bundestagsabgeordneter Edgar Franke und Landtagsabgeordnete Regine Müller, wurde vom Team des Ziegenhainer Gemeindemittagstischs im Anschluss zünftiger Borschtsch serviert, wahlweise mit Fleisch oder vegetarisch.

Stärkung brauchten die Teilnehmer auch, das umfängliche Programm der Eröffnungsaktion startete am Samstagvormittag in der Kulturhalle und endete am Sonntag mit mit einem festlichen Gottesdienst in der Schlosskirche. Dazwischen gab es Vorträge, Gespräche, Präsentationen und ein Konzert am Samstagabend. Bei einem Diasporaforum ging es um die religiöse Bildung von Jugendlichen in Russland. (aqu)

Quelle: HNA

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