Naumburg: Landjugend rüstet sich für den Rosenmontagsumzug

Kreative Macher: Stephan Rabanus, Stefan Kelber, Moritz Hamel und Julian Rabanus (von links) profilieren sich als Kulissenbauer. Fotos: zih

Naumburg. Die Mitglieder der Naumburger Landjugend sind seit vielen Jahren „alte Hasen“ beim Motivwagenbau für den Hahl Dunne-Rosenmontagszug.

Doch bevor sich die 40 Mädchen und Jungen unter Vorsitz von Julian Rabanus für den Höhepunkt der närrischen Kampagne an die Arbeit machten, schwärmten sie alle noch einmal aus, um für eine reibungslose Fahrt akribisch mit Bandmaß und Zollstock der Zugweg auszumessen.

Denn was sie seit Wochen in einer Scheune bauen, wird sich wie schon in den Vorjahren als kreativer Hingucker den mehreren tausend Besuchern an der Zugstrecke präsentieren. Und vermutlich wird es in seiner Dimension der imposanteste Zugbeitrag sein.

Julius Rabanus: „Unser Wagen einschließlich der Zugmaschine mit einem vier Meter langen Vorbau hat eine Gesamtlänge von 25 Metern und erreicht maximal die stattliche Höhe von 5,5 Metern.“ Mit welchem Motiv die Landjugend die Rosenmontagsbesucher überraschen wird, bleibt ein Geheimnis, das erst am Rosenmontag gelüftet wird. „Nur so viel kann verraten werden, dass es Ähnlichkeit mit einem närrisches Perpetuum mobile hat, bei dem alles schaukelnd und drehend in ständiger Bewegung sein wird“, sagt Moritz Hamel, stellvertretender Chef der Landjugend.

Vom ersten Hammerschlag zur Umsetzung des gemeinsam zwischen den Jahren beschlossenen Motivs bis zur Fertigstellung haben die Landjugendmitglieder über 1000 Arbeitsstunden geleistet. Jeder gab Scheine aus dem eigenen Portmonee dazu. Einmal jeweils 60 Euro für das Material der selbstgeschneiderten Kostüme, in denen sie auf ihrem Wagen stehen und ihn eskortieren werden, zudem bezahlte jeder den gleichen Betrag noch einmal für das Wagenbaumaterial. Unterm Strich sind es 5000 Euro, die die Jugendlichen investierten.

Natürlich hofft die Landjugend bei der Prämierung auf einen vorderen Platz. Im vorigen Jahr wurden sie zweite, in der Vergangenheit nahmen sie schon fünf Mal den Siegerpokal in Empfang. Moritz Hamel: „Das Wichtigste für uns ist die wochenlange gemeinsame Freude beim Wagenbau. Und es geht uns darum, dass der Naumburger Karneval und der Rosenmontagszug für alle Besucher und Gäste ein unvergessenes Erlebnis wird.“

Von Reinhard Michl

Quelle: HNA

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