Wildes Parken als Folge

Im Landkreis fehlen Lkw-Parkplätze - Wildes Parken als Folge

Schwalm-Eder. Die Park- und Rastplätze an den Autobahnen im Schwalm-Eder-Kreis sind oft am Limit. Wenn es Abend wird, sind speziell unter der Woche alle Plätze dicht. Aber nicht nur dort steht Lastwagen an Lastwagen: Auch an den Zufahrtsstraßen der Abfahrten parken die Sattelschlepper. Nicht selten gefährden die unbeleuchteten Trucks andere Verkehrsteilnehmer.

„Es ist ein Ding der Unmöglichkeit“, sagt Helmut Stieglitz, Leiter der Autobahnpolizei Baunatal, „nachts einen Schwertransport auf einem Rastplatz abzustellen, wenn die Lenkzeit eingehalten werden muss.“ Die Plätze seien oft bis zu den Einfahrten zugeparkt, und nur Autos kämen noch durch. Oft nutzten die Fahrer Rastplätze wie Quillerwald und Markwald an der A 7, um die Kosten für den Autohof zu sparen.

Am Maxi-Autohof Malsfeld kostet das Parken 7,50 Euro. Laut Edwin Scheper, Mitglied der Geschäftsführung der KMS-Autohof-Betriebsgesellschaft, liegt die Auslastung dienstags bis donnerstags bei 90 bis 100 Prozent. Ab 18 Uhr sei es schwierig, einen freien Platz zu bekommen. Ab 4 Uhr leere sich der Parkplatz wieder, die Lastwagen setzten die Fahrt fort. Die Vorteile eines Autohofs: saubere Sanitäranlagen und Restaurant. Franz Xaver Winklhofer von der Kraftfahrergewerkschaft kritisiert aber, dass dort allein der Kaffee schon mehrere Euro koste, „und das kann sich ein Fahrer nicht so oft leisten.“ Gleichwohl gibt es auf den Autohöfen auch Parkwächter, in Malsfeld von 17 bis 23 Uhr.

Das wissen die Fahrer zu schätzen, die die so genannten Planenschlitzer fürchten. Helmut Stieglitz von der Autobahnpolizei berichtet von schallisolierten Wagen mit Pumpanlagen. Die Diebe stellen sich auf unbeleuchteten Rastplätzen neben Lastwagen und pumpen über einen Schlauch bis zu 2000 Liter Diesel ab, um ihn dann zu verkaufen.

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Quelle: HNA

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