Landkreis hat viele Schulen mit Courage

Schwalm-Eder. Neun Schulen aus dem Schwalm-Eder-Kreis tragen den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Vier weitere wollen im nächsten Jahr folgen. Damit ist die Zahl der Schulen, an denen sich mindestens 70 Prozent der Schüler, Lehrer und andere Mitarbeiter verpflichtet haben, sich gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule aktiv einzusetzen, im Landkreis besonders groß. Diese Bilanz zieht Stephan Bürger, Projektleiter von „Gewalt geht nicht“. „Darauf sind wir stolz“, sagt er.

Hessenweit gebe es 50 Schulen, die mitmachen. In ganz Deutschland sind es über 1000 Schulen, die von mehr als 750 000 Schülern besucht werden. Das Projekt biete Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule mitzugestalten, in dem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden, erklärt Bürger.

Der Titel ist kein Preis und keine Auszeichnung für bereits geleistete Arbeit, sondern eine Selbstverpflichtung. Schulen, die den Titel tragen, sind Teil eines Netzwerkes. Besonders gefordert sei dabei die Eigeninitiative der Schüler, so Bürger. Und zwar von Beginn an. Denn, bevor eine Schule den Titel verliehen bekomme, müssen Unterschriften gesammelt werden. Nur, wenn mindestens 70 Prozent aller Menschen an der Schule diese unterzeichnen und sich somit für eine Schule ohne Rassismus aussprechen, wird man in das Netzwerk aufgenommen. Danach verpflichten sich die Schulen, pro Jahr mindestens ein Angebot zum Thema zu machen: „Das können Lesungen, Vorträge, Demokratietage, Diskussionsrunden und mehr sein.“

Doch nicht nur Schüler, auch Lehrer seien gefragt. Zeichnen sie für das Projekt mit verantwortlich, komme es nicht zum Stillstand, wenn ein Jahrgang die Schule verlässt. „Im Optimalfall sorgen die Lehrer für den Nachwuchs im Projekt“, so Bürger. Hintergrund, Zum Tage

Quelle: HNA

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