Landkreis zeichnete zehn Schulen für Energiesparen aus

Setzen auf Energiesparen und Umweltbildung: Energiebeauftragter Dirk Schnurr (Mitte, graues Hemd) und Erster Beigeordneter Winfried Becker (rechts dahinter) mit Vertretern der ausgezeichneten Schulen. Foto:  Brandau

Schwalm-Eder. Der Erste Kreisbeigeordneter Winfried Becker zeichnete jene zehn Schulen aus dem Landkreis aus, die sich im vergangenen Jahr beim Thema Energiesparen auszeichneten.

Sie sparten beim Wettbewerb „Pädagogisches Prämienmodell“ nicht nur bares Geld, sondern schulten zugleich auch das Bewusstsein der Schüler für den Umweltschutz.

Genau dieses Bewusstsein sei es, das künftige Generationen brauchten, um der Verschwendung keinen Vorschub zu leisten, sagte Erster Kreisbeigeordneter Winfried Becker: „Der Klimaschutz ist für uns alle eine der größten Herausforderungen.“

Die Aufgaben, die damit verbunden sind, seien nur dann zu meistern, wenn die Menschen schon frühzeitig lernten, dass man Fenster nicht bei brummender Heizung stundenlang kippe und das Thermostat drossele, wenn man den Raum für längere Zeit verlasse. Dafür müsse man Kinder schon früh sensibilisieren - eine Aufgabe, die immer mehr Schulen zu ihrer Angelegenheit machten.

Welche Dringlichkeit hinter dem Klimawandel stehe, verdeutlichte Schnurr bei der Auszeichnungsfeier mit einem Film, in dem Fernseh-Metereologe Sven Plöger das Wetter für den 7. August 2050 ansagt. Was erst einmal skurril klingt, hat einen ernsten Hintergrund: Die Wetterstationen haben im Auftrag der UNO errechnet, wie dieser Tag in meteorologischer Hinsicht aussehen könnte.

Die Experten kamen zu einem einhelligen Beschluss: Der 7. August 2050 wird ein Tag werden, für den man besser keine Grillparty planen sollte. Es sollen böse Unwetter übers Land jagen - wie an vielen Tagen in jenen Sommern, in denen der Klimawandel voll durchschlägt. „Das Phänomen Klimawandel ist längst nicht mehr abstrakt“, sagt Schnurr: „Man weiß schon heute, was in einigen Jahren auf uns zukommen wird.“

Der Landkreis stelle sich der Verantwortung für die Umwelt, sagte Becker: Er will in den nächsten zehn Jahren knapp 29 Millionen Euro ausgeben, um weitere Gebäude energetisch auf Vordermann zu bringen und auf diese Weise weitere 65 Prozent derer jetzigen Energiekosten einzusparen. „Unser langfristiges Ziel ist es, sie klimaneutral zu bewirtschaften,“ sagt Becker.

Der Wettbewerb Pädagogische Prämienmodell ist übrigens völlig losgelöst von den sonstigen Einsparbemühungen des Kreises: Der Einsatz von Lehrern und Schülern in Sachen Energie und Umwelt sei ein freiwilliger und damit auch ein besonderer, sagte auch Ruth Pfannstiel vom Staatlichen Schulamt.

Von Claudia Brandau 

Mehr dazu in der gedruckten Ausgabe der HNA

Quelle: HNA

Kommentare