Eon-Mitte-Rückkauf kann 230 Mio. Euro kosten

Landräte: EAM soll wieder auferstehen

Homberg/Kassel. Die 13 kommunalen Anteilseigner an Eon Mitte wollen offenbar die alte EAM wieder auferstehen lassen. Ganz konkret formulierte jetzt Northeims Landrat Michael Wickmann (SPD) diesen Vorschlag.

Die zwölf hessischen, südniedersächsischen, thüringischen und westfälischen Landkreise sowie die Stadt Göttingen seien sich einig, dass Eon Mitte als Unternehmen mit kommunaler Prägung weitergeführt wird, sagte Wickmann. Angedacht sei, es wieder als Elektrizitäts-Aktiengesellschaft Mitteldeutschland (EAM) zu führen.

Landrat Frank-Martin Neupärtl hatte kürzlich im HNA-Gespräch den Kauf weiterer Anteile als „interessante Option“ bezeichnet. Sein Kollege Stefan Reuß (SPD), Landrat des Werra-Meißner-Kreises, bestätigte, dass die kommunalen Anteilseigner ihre Beteiligung auf mindestens 50 Prozent aufstocken sollten, um eine Rolle zu spielen.

Auch die übrigen Anteile sollen in kommunale Hand kommen. Dafür suchen die Landkreise nun Partner. Gehandelt wird die Thüga-Gruppe, das größte deutsche Netzwerk aus Energieversorgern.

Unklar ist allerdings, wie die Anteilseigner die Aufstockung ihrer Beteiligung finanzieren wollen. Sie müssten zusammen etwa 230 Millionen Euro aufbringen. Im Jahr 2002 hatte die Eon AG den Landkreisen ein Aktienpaket abgekauft. (clm/ows) ZUM TAGE

Quelle: HNA

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