Auf Landstraßen ist das Risiko fünfmal höher

Tödliche Unfälle: 2011 starben zwölf Menschen im Landkreis

Schwalm-Eder. Das Risiko bei einem Verkehrsunfall tödlich zu verunglücken, ist auf Landstraßen fast fünfmal so hoch wie auf anderen Strecken. Davor warnt das Hessische Innenministerium. Wildwechsel, Gegenverkehr und andere Gefahren würden häufig unterschätzt.

Das gelte auch für den Schwalm-Eder-Kreis, bestätigt Thomas Gläsel von der Polizei in Homberg. Laut Innenministerium ereignet sich ein Drittel der Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten auf Landstraßen, fast zwei Drittel aller Unfalltoten werden dort registriert. In Hessen ist deshalb nun die Aktion sichere Landstraße gestartet worden. Damit sollen die Unfälle auf Bundes-, Kreis- und Landesstraßen reduziert werden.

Laut den neuesten Zahlen der Polizei gab es im Schwalm-Eder-Kreis im vergangenen Jahr 2321 Unfälle auf Bundes, Kreis- und Landesstraßen. Dabei starben zwölf Menschen, in 132 Fällen wurden Menschen schwerverletzt.

Zum Vergleich: 2010 zählte die Polizei auf den Autobahnen in der gesamten Region 1642 Unfälle. Viermal starben dabei Menschen, in 66 Fällen gab es Schwerverletzte. Diese Zahlen darf man allerdings nicht direkt gegenüberstellen: Schließlich gibt es wesentlich mehr Landstraßen als Autobahnen in der Region.

So gibt es auf den Landstraßen auch viele Gefahren, die auf Autobahnen deutlich geringer sind: Der Gegenverkehr ist nicht baulich abgetrennt, es gibt scharfe Kurven und schnell wechselnde Lichtverhältnisse.

Zudem seien die Fahrer mit stark unterschiedlichen Geschwindigkeiten unterwegs - vom Radfahrer über den Landwirt bis hin zum sportlich fahrenden Autofahrer. Die häufigste Unfallursache sei aber nicht angepasste Geschwindigkeit, heißt es aus dem Innenministerium.

Informationsmaterial zur Aktion sichere Landstraße gibt es auf www.polizei.hessen.de.

Quelle: HNA

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