Gudensberg feiert lange Einkaufsnacht mit Chatten und Atmosphäre

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Historisch: Mitglieder von Chatti-Hassi präsentierten im Zelt einen Einblick in das Leben der alten Chatten. 

Gudensberg. Licht und Chatten – so hatten die Gewerbevereinigung (GVG) und die Stadt Gudensberg ihre zweite Lange Einkaufsnacht getauft und in die Innenstadt eingeladen.

Händler und Gastronomen öffneten ihre Türen bis in die späten Abendstunden. Lagerfeuer, Fackeln und Kerzen tauchten die Straßen und Plätze in herbstliches Ambiente und machten den abendlichen Einkauf und ausgiebiges Schlemmen zu einem ganz besonderen Erlebnis. Wer wollte, konnte sich in der Stadt auch einen nächtlichen Haarschnitt verpassen lassen.

Die Mitglieder des Vereins Chatti-Hassi aus Niedenstein präsentierten in rekonstruierten Gewändern und einem historischen Zelt Alltagsgegenstände und Handwerkzeuge aus der Zeit der Chatten.

Vom spätantiken Becher bis zur frühmittelalterlichen Leier konnten die Besucher einiges über das Leben in alter Zeit erfahren. Ein traditionell nordhessisches Bierbrot mit Duckefett kredenzte der Verein „Vergessene Welten“ vor dem Lebensmittelmarkt Lock. Im Geschäft gab es kleine Leckereien und Weine zur Verkostung.

Kaffee-Variationen

Im Backhaus Schwarz hielt Georg Ruhm von der Kaffeerösterei Röstrausch einen Vortrag über Kaffee und die unterschiedlichen Sorten aus seinem Sortiment. Die Gäste konnten diese dort auch selbst ausprobieren. Dazu gab es Kostproben aus dem Ofen der Bäckerei.

Für eine gemütliche Atmosphäre sorgte auch der kleine Herbstmarkt vor dem Teegeschäft „fein und köstlich“. Dort verbreiteten ungezählte Lichter und strahlende Kürbisköpfe eine zauberhafte Herbststimmung.

„Mit der langen Einkaufsnacht wollen wir die Leute auf die gemütliche Jahreszeit einstimmen“, sagte Hartmut Faupel von der GVG. Er zog eine positive Bilanz lund hat bereits Ideen für das kommende Jahr.

So könne die Präsentation der Gewerbetreibenden noch stärker in den Außenbereich verlegt werden, schlug er vor. Außerdem sollten mehr Angebote speziell für Kinder auf dem Plan stehen.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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